Von: mk
Karneid – Zum Jahreswechsel hat die Ortspolizei Karneid eine Bilanz über ihre Einsätze im vergangenen Jahr 2025 gezogen: Im Einzugsgebiet der Gemeinden Karneid, Welschnofen, Völs am Schlern und Tiers zogen die sechs Beamten ausländischen und einheimischen Fahrzeuglenkerinnen und -lenkern insgesamt 1000 Führerscheinpunkte ab. Im selben Zeitraum wurden 38 Verkehrsunfälle aufgenommen, 31 Strafanzeigen erstattet, 643 Straßenkontrollen und 332 Wohnsitzüberprüfungen durchgeführt. Als nächste große Herausforderung sehen die Beamten die Olympischen Winterspiele im nahegelegenen Fleims- und Fassatal.
Die Ortspolizei Karneid zeichnet sich laut einem übergemeindlichen Abkommen für die Gemeinden Karneid, Welschnofen, Völs am Schlern und Tiers verantwortlich. Damit betreuen die sechs Bediensteten der Ortspolizei, der Verkehrshilfsbeamte und die Verwaltungsangestellte ein weitläufiges und komplexes Einsatzgebiet mit rund 10.500 Einwohnerinnen und Einwohnern. Dieses wird von zwei wichtigen Hauptverkehrsachsen durchquert: der Brennerstaatsstraße SS12 und der Staatsstraße SS241, der Hauptverbindung zwischen Bozen Nord und dem Fassatal. Hinzu kommen zahlreiche Dolomitenpässe – mit all den Herausforderungen eines erhöhten Verkehrsaufkommens von Autos, Sportfahrzeugen und Motorrädern. Hotspot ist dabei ganzjährig der Karersee, im Winter noch dazu die Skigebiete Carezza und Obereggen sowie die Ziele im Fassatal.
Am häufigsten beanstandet: fehlende Fahrzeugüberprüfung
Von den insgesamt 1050 Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung betrafen die meisten eine unterlassene periodische Fahrzeugüberprüfung (137 Fälle), Geschwindigkeitsüberschreitungen (85 Feststellungen ohne Einsatz technischer Messgeräte), die Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt (11) sowie das Fehlen einer gültigen Haftpflichtversicherung (11). Fünf Führerscheine wurden wegen verbotener Überholmanöver auf den Dolomitenpässen entzogen, weitere zehn aufgrund anderer Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung.
643 Straßenkontrollen und 38 Verkehrsunfälle
Im selben Zeitraum wurden 38 Verkehrsunfälle aufgenommen, die insbesondere auf den außerörtlichen Straßen von erheblicher Bedeutung sind. Die Präventions- und Kontrolltätigkeit umfasste 643 Straßenkontrollen sowie 332 Wohnsitzüberprüfungen. Ein besonderer Schwerpunkt lag zudem auf der Verkehrserziehung in den Schulen des Zuständigkeitsgebietes. Im Bereich der Ortbildpflege und der Bürgerservices wurden vier verlassene Fahrzeuge entfernt sowie 32 Behindertenparkberechtigungen ausgestellt und in das nationale CUDE-Portal eingetragen.
Wohnungseinbrüche, Sachbeschädigungen und Betrugsdelikte
Was die Einsatzbereich der gerichtlichen Polizei betrifft, wurden im vergangenen Jahr 31 Strafanzeigen erstattet, darunter sechs Wohnungseinbrüche, vier Sachbeschädigungen, zwei Betrugsdelikte, ein Fall von Tiermisshandlung sowie ein Ermittlungsauftrag einer außerhalb des Zuständigkeitsgebietes liegenden Staatsanwaltschaft. Darüber hinaus wurden 15 Verlustanzeigen aufgenommen. Im Laufe des Jahres wurden außerdem Informationsveranstaltungen für ältere Menschen organisiert, um über die verschiedenen Betrugsmaschen aufzuklären und Präventionsmaßnahmen zu erläutern.
Olympische Spiele als große Herausforderung im neuen Jahr
Im neuen Jahr erwartet die Ortspolizei die Herausforderung „Olympische Spiele“: Angesichts der Wettbewerbe im nahegelegenen Fleims- und Fassatal ist mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen im Eggental zu rechnen. Sollte es im betreffenden Zeitraum zusätzlich zu Schneefällen kommen, dann ist mit weiteren Verkehrsbehinderungen und Verzögerungen zu rechnen. Aus diesem Grund werden die Streifen kontinuierlich im Einsatz sein, um die winterliche Ausrüstung der Fahrzeuge zu kontrollieren. In Zusammenarbeit mit dem Straßendienst der Autonomen Provinz Bozen wurden spezielle Ausweichbuchten für die Montage von Schneeketten eingerichtet.
Darüber hinaus werden die Kontrollen auf den Dolomitenpässen konsequent fortgeführt, mit besonderem Augenmerk auf Sportfahrzeuge sowie auf organisierte Treffen von Autos und Motorrädern sowie auf Wohnmobile, die entlang der Straßen außerhalb der dafür vorgesehenen und genehmigten Bereiche abgestellt sind. Dabei geht es um die Verkehrssicherheit, die Einhaltung der geltenden Vorschriften sowie den Schutz der Bevölkerung und der zahlreichen Gäste. Die Ortspolizei Karneid hebt die kontinuierliche und konstruktive Zusammenarbeit mit den Carabinieri der zuständigen Stationen, den Einsatzzentralen der Carabinieri von Bozen und St. Ulrich, den Ermittlungsdiensten, der Verkehrspolizei sowie den im Gebiet tätigen Rettungsorganisationen hervor. Diese Zusammenarbeit stellt eine wesentliche Grundlage für die Gewährleistung von Sicherheit und den Schutz der Bevölkerung dar.




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