Atemwegsprobleme und neurologische Symptome

Covid-19-Spätfolgen: So bereitet sich das Land darauf vor

Montag, 26. April 2021 | 10:31 Uhr

Bozen – Immer wieder hört man von Langzeitfolgen, die das Leben von Betroffenen nach einer Covid-19-Erkrankung immer noch beeinträchtigen. Auch in Südtirol, wo 69.922 Personen als geheilt gelten, dürfte es Betroffene geben.

In einigen Fällen handelt es sich um eine Einschränkung der Lungenkapazität und der Atemwege, manchmal sind es hingegen neurologische Probleme. Menschen, die eine Covid-19-Erkrankung überstanden haben, klagen oft über Symptome, die mit dem Begriff „Gehirnnebel“ umschrieben wurden. Damit sind Müdigkeit, Gedächtnisverlust und Verwirrung gemeint. Im Rahmen einer Anfrage wollte der PD-Landtagsabgeordnete Sandro Repetto wissen, wie in Südtirol solchen Patienten geholfen wird.

Betroffen sind meist Personen, die – meist aber nicht immer – einen schweren Verlauf hinter sich haben und die nach einer Covid-19-Erkrankung genesen sind, berichtet die Tageszeitung Alto Adige. Spuren vom Virus selbst sind in ihrem Körper keine mehr vorhanden.

Unter den Patienten befinden sich einerseits junge Leute, andererseits geht Repetto in seiner Anfrage explizit auch auf ältere Personen ein, die nach einer Covid-19-Erkrankung nicht mehr oder nur mehr teilweise autonom leben können.

Wie Gesundheitslandesrat Thomas Widmann erklärt, sind an der Abteilung für Neurorehabilitation am Krankenhaus in Sterzing Vorkehrungen geplant, um Patienten auf dem Weg der Rehabilitation zu begleiten. Auch andere Strukturen würden derzeit geprüft.

Der Sanitätsbetrieb hat ein Post-Covid-Ambulatorium eröffnet, das über die Basisärzte erreichbar ist. Dort werden die Spätfolgen und eventuell länger anhaltende Symptome eingeschätzt. Auch psychologische Betreuung wird bei Bedarf angeboten. Eine Post-Covid-Behandlung zuhause werde ebenfalls ärztlich begleitet.

In seiner Anfrage wollte Repetto auch wissen, ob es beim Pflegegeld Erleichterungen gibt. Wegen der Pandemie hätten die Einstufungsteams in den vergangenen Monaten nicht arbeiten können, weshalb sich Anfragen angehäuft hätten. Wie Widmann erklärt, können die Einstufungsteams mittlerweile auch telefonisch Informationen abklären. Mitarbeiter der Teams können sich impfen lassen oder sich zweimal wöchentlich einem Antigentest unterziehen. Außerdem seien Vereinfachungen der Einstufungsprozedur geplant.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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25 Kommentare auf "Covid-19-Spätfolgen: So bereitet sich das Land darauf vor"


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timetosay
timetosay
Grünschnabel
15 Tage 3 h

Spätfolgen für einzelne der Erkrankten aber

90% langfristige spätfolgen für Gastronomie, Hotelerie und andere Betriebe…

Staenkerer
14 Tage 20 h

hoffentlich kriegn de und viele ondre unkompliziert und unentgeltlich hilfe von kompetenzen psychologen und psychiatern, dein de braucht unbedingt und notwendig! i bin sicher dass das de nochwehen sein de am häufigsten auftreten und zwar über mehrere, wenn nit gor viele jahre!
ob für des a plädierte wird und ob do a geld fließt des schauen wir amol!

Soundgeist
Soundgeist
Grünschnabel
15 Tage 3 h

Nach einem schweren Verlauf kann man nur hoffen, dass der eigene Körper die verursachten Schäden wieder reparieren kann. Schwache Menschen benötigen all ihre Energie um diese Krankheit zu überstehen.
Für die einen ist es Lebensverändernd und für andere ist es wirklich “nur eine Grippe”

allesnurzumschein
allesnurzumschein
Superredner
15 Tage 2 h

“Nur eine Grippe”? 😆 Das zu deinem Lebensmotto “Legalize it” 🤦

Neumi
Neumi
Kinig
15 Tage 1 h

Man kann nur schwer verallgemeinern. Auch durchtrainierte Sportler brauchten nach der Erkrankung intensive Reha.
Leider gibt’s da kein Pauschalmuster, dadurch würde das Ganze deutlich einfacher zu handhaben. Man kann nur das Beste hoffen.

So ist das
14 Tage 8 h

Da kann man nur zustimmen. Aber ob unsere selbsternannte weltbeste Sanität damit umgehen kann, steht eher in den Sternen, wenn man schaut, was sie bisher geleistet hat.

knolline
knolline
Neuling
15 Tage 2 h

Ich hatte im November den Covid, nicht stark, aber komme schnell ausser Atem und Herzprobleme

allesnurzumschein
allesnurzumschein
Superredner
15 Tage 2 h

@knolline
Klassische Long Covid-Symptome…. Gute Besserung!

falschauer
15 Tage 34 Min

@allesnurzumschein

gute besserung, von wegen grippe 🙈

ElenaBraunn
ElenaBraunn
Grünschnabel
14 Tage 21 h

Unterschätz nicht die Grippe! Hatte auch drei Monate nach einer Grippe und Lungenentzündung noch Probleme.

Ihr verwechselt die Grippe mit einer einfachen Erkältung.

allesnurzumschein
allesnurzumschein
Superredner
14 Tage 21 h

@falschauer
????????

Frank
Frank
Superredner
14 Tage 20 h

Gute Besserung. 👍

Kann ich nachvollziehen, ich bin seit der eigentlichen Genesung nach wie vor krank geschrieben und beim Neurologen in Behandlung, inzwischen die 8. Woche.

allesnurzumschein
allesnurzumschein
Superredner
15 Tage 2 h

Wer ein wenig informiert ist, weiß, dass laut aktueller seriöser Studien 10% der Genesenen von Spätfolgen betroffen ist, egal welchen Verlauf die Infektion hatte. Würde für Südtirol bedeuten, 700 der offiziell vermeintlich Genesenen hätten mal mehr mal weniger mit Long-Covid zu kämpfen. Mal schauen, wo das hinführt…..

Herri
Herri
Grünschnabel
15 Tage 2 h

7000 wäre die richtige Zahl

allesnurzumschein
allesnurzumschein
Superredner
15 Tage 2 h

@Herri
Tippfehler, mein Versehen 😂

Gianna
Gianna
Grünschnabel
15 Tage 1 h

Ich bin immer mehr der Meinung dass es für jeden einzelnen einen Versuch wert wäre, einen halbwegs gesunden Lebensstil zu entwickeln, damit man mit einem effizienten Immunsystem einiges vorbeugen kann. Und frage mich: warum redet und schreibt so gut wie niemand darüber? Müsste nan nicht nach jedem Strohhalm greifen, wenn die Folgen so schwerwiegend sind? Solche Fragen bleiben unbeantwortet und sie bringen mich zum Grübeln…und Grübeln….und Grübeln…

So ist das
15 Tage 1 h

Deshalb sollte endlich mal begonnen werden, unter 60 zu impfen.

xXx
xXx
Universalgelehrter
15 Tage 1 h

Schön das sich das Land auf etwas vorbereitet womit ich schon seit Monaten zu leiden habe und andere noch viel länger…

Offline
Offline
Universalgelehrter
14 Tage 23 h

Dass die Landesregierung etwas plant und sich vorbereitet, ist ja zunächst etwas Gutes. Nur warum erst jetzt ? Die Hinweise von Experten sind schon so lange bekannt, dass man da schon viel früher hätte beginnen können. Es muss jedoch auch deutlich gesagt sein, dass die nördlichen Nachbarn genauso rat- und tatlos sind. Es gibt nur ganz/viel zu ! wenige medizinische Fachkliniken, die sich der Aufgabe einer langwierigen und aufwändigen Reha stellen. Es werden mehr und mehr, auch junge Menschen, aus Krankenhäusern entlassen und von (zynischen) Statistiken als GEHEILT geführt….

brunospriz
brunospriz
Neuling
15 Tage 48 Min

Schöne Worte und viel Versprechen , aber leider wenn man um Hilfe bittet wird man hin und her verschoben und so vergeht die Zeit und man wird an sich selbst überlassen 😥

Staenkerer
14 Tage 17 h

jo, jo, so mocht man erst ängstliche leit und verspricht hilfe, nor orme leit und verspricht almosn denn verzoge und verormte leit sein holt leichter zu manipuliern!

Storch24
Storch24
Kinig
15 Tage 1 h

Während andere Länder schon lange was für diese Patienten machen, BEREITET sich Südtirol darauf vor.
Und wie lange dauert das in Südtirol? Habe meine Bedenken

qqqq
qqqq
Neuling
14 Tage 18 h

Und was ist mit den psychischen Schäden, einerseits aufgrund der Angst vor covid, andererseits aufgrund der Maßnahmen?

Sigo70
Sigo70
Grünschnabel
14 Tage 17 h

Bei dieser Meldung geht es meiner Meinung nach um keine Vorbereitung.
Hier wird gezielt die Angst vor der Krankheit getriggert. Und Angst war in der Vergangenheit schon immer das um und auf, um das Verhalten der Menschen zu beeinflussen. Schade dass diese Tatsache nicht als Pflichtfach in Schulen gelehrt wird.

bubbles
bubbles
Universalgelehrter
14 Tage 17 h

Diese Beschwerden rufen auch die Masken nach einigen Stunden auf.

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