Von: luk
Bozen/Antholz – Die Sicherheit der Olympischen Winterspiele in Südtirol wird ausschließlich von italienischen Sicherheitsdiensten und Ordnungskräften gewährleistet. Das hat das Land Südtirol am Montag bei einem offiziellen Treffen im Palais Widmann unmissverständlich klargestellt. Ein Einsatz von Donald Trumps Beamten der US-amerikanischen Einwanderungs- und Zollbehörde ICE in Südtirol sei nicht vorgesehen.
“Die Sicherheit der Spiele in Südtirol wird vollständig von den italienischen Behörden – dem Ministerium und der Präfektur – in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren für die organisatorische und operative Umsetzung übernommen. ICE wird hier nicht präsent sein”, hieß es seitens des Landes Südtirol. Damit reagierte die Landesregierung auf zuletzt aufgekommene Spekulationen, nachdem der Präsident der Region Lombardei, Attilio Fontana, angekündigt hatte, dass in Mailand möglicherweise ICE-Beamte zum Schutz des US-Vizepräsidenten J.D. Vance sowie von Außenminister Marco Rubio eingesetzt werden könnten.
Mehr noch: Die Zeitung „Fatto Quotidiano“ hatte berichtet, dass ICE-Agenten nach Mailand geschickt werden sollen, um als eine Art Begleitschutz für Athleten aus den Vereinigten Staaten und US-Bürger im Publikum zu fungieren. „Die international stationierte Gruppe aus Spezialagenten, Analysten für strafrechtliche Ermittlungen und Personal zur Unterstützung von Homeland Security-Missionen arbeitet eng mit ausländischen Strafverfolgungsbehörden zusammen, um grenzüberschreitende Bedrohungen weltweit zu bekämpfen“, bestätigte ein Sprecher von ICE gegenüber der Zeitung.
700 zusätzliche Einsatzkräfte vor Ort
Sicherheitslandesrätin Ulli Mair betonte unterdessen, dass die Sicherheitslage in Südtirol umfassend abgesichert sei. “Die Sicherheit ist gewährleistet. Bereits 700 zusätzliche Kräfte der Staatspolizei und der Carabinieri sind eingetroffen. In diesen Stunden erfolgt die enge Abstimmung mit Präfektur und Quästur, um alle sicherheitsrelevanten Erfordernisse dieser Tage zu koordinieren”, erklärte Mair am Montag.
Insgesamt sind rund 700 zusätzliche Sicherheitskräfte im Einsatz, darunter Beamte der Staatspolizei, der Carabinieri und der Finanzpolizei. Der Quästor, der Landeskommandant der Carabinieri sowie jener der Finanzpolizei empfingen die Verstärkung in der Sporthalle und informierten sie über Unterkunft, Verpflegung, operative Aufgaben und notwendige Ausrüstung.
Aus organisatorischer Sicht wurde zudem ein erweitertes Kontrollzentrum in der Feuerwehrkaserne von Cavalese eingerichtet. Dort wird nicht nur die Koordination der Maßnahmen zur öffentlichen Ordnung und Sicherheit durch eine gemeinsame Einsatzleitstelle erfolgen, sondern auch die Lösung möglicher logistischer Probleme sichergestellt.




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