In der Psychiatrie kam es zu dem Zwischenfall

Patient tötet anderen Patienten in Psychiatrie in Berlin

Montag, 06. Juli 2026 | 13:37 Uhr

Von: APA/dpa

In der Psychiatrie einer Berliner Klinik ist ein Patient mutmaßlich von einem anderen Patienten getötet worden. Bei dem Opfer handle es sich um einen 65-jährigen Mann, teilte ein Sprecher des Vivantes Klinikums Neukölln der dpa am Montag mit. Der mutmaßliche Täter, ein 26-Jähriger, sei erst am Sonntag mit der Diagnose Psychose eingeliefert worden. Er sei festgenommen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam mit.

Zwischen den beiden Patienten sei es am Sonntagabend gegen 23.10 Uhr aus bisher unbekannten Gründen zu einer Auseinandersetzung gekommen, hieß es in der Pressemitteilung. Der Jüngere habe den Älteren mit einem unbekannten Gegenstand tödlich am Oberkörper verletzt. Dem Vivantes-Sprecher zufolge könnte dies mit einer zerbrochenen Tasse geschehen sein, die gefunden wurde. “Es gab keine Waffe”, sagte er. Eingelieferte Patienten würden zum Eigen- und Fremdschutz bei der Einlieferung durchsucht.

Das Personal stehe unter Schock, sagte der Vivantes-Sprecher weiter. Es werde von Psychologen betreut. Ein Reanimationsteam, das direkt vor Ort gewesen sei, habe nichts mehr tun können. Die 5. Mordkommission des Landeskriminalamtes ermittelt wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes. Fälle wie dieser, bei dem ein Patient einen anderen in einer psychiatrischen Klinik tötet, sind extrem selten.

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