Zoe Trinchero [17] wurde ermordet und in den Kanal geworfen – VIDEO

Grausamer Femizid: “Wir müssen reden”

Montag, 09. Februar 2026 | 08:05 Uhr

Von: ka

Nizza Monferrato – Während ganz Italien im Olympiafieber schwelgt und mit den Athleten mitfiebert, wird die Kleinstadt Nizza Monferrato im Piemont von einem grausamen Femizid erschüttert.

Die 17-jährige Zoe Trinchero wurde verprügelt, stranguliert und anschließend in einen Kanal geworfen. Die Todesursache ist derzeit unklar. Als Täter gilt ein 19-Jähriger, den sie vermutlich zurückgewiesen und der sie nach einem Streit ermordet hat. Es war mit hoher Wahrscheinlichkeit ein „klärendes Gespräch“ unter dem Motto „Wir müssen reden!“, das Zoe Trinchero zum Verhängnis wurde. Zwar beteuert der junge Mann, dass sie alleine in den Kanal gefallen sei, doch die Ermittler sind überzeugt, dass er die Jugendliche aus fast vier Metern Höhe in den Kanal gestoßen hat. Nach diesem grausamen Femizid steht Nizza Monferrato unter Schock.

Sie war eine 17-Jährige mit einem strahlenden Lächeln, die trotz bestimmter Ängste und Unsicherheiten immer das Positive im Leben sah. Das ist das letzte Bild von Zoe Trinchero, das den Kunden und Maurizio, dem Betreiber der Bar am Bahnhof von Nizza Monferrato, einem kleinen Ort mit etwas mehr als zehntausend Einwohnern inmitten der Hügel von Asti im Piemont, in Erinnerung geblieben ist.

ANSA/TINO ROMANO/WHATSAPP ZOE TRINCHERO/FACEBOOK ALEX MANNA

Dank Zeugenaussagen konnten die letzten Stunden im Leben der 17-Jährigen recht genau rekonstruiert werden. Am Freitagabend beendete Zoe gegen 21.00 Uhr ihre Schicht in der Bahnhofsbar. Sie ging jedoch nicht nach Hause, sondern teilte ihrer Mutter Mariangela mit, dass sie sich mit Freunden treffen würde. Gegen 22.00 Uhr gingen die Jugendlichen gemeinsam in eine Bierstube in der Nähe des Nizza-Kanals, um Pizza zu essen. Später verließ Zoe das Lokal mit dem 19-jährigen Alex Manna, dem Ex-Freund ihrer besten Freundin Nicole. „Wir müssen reden”, erklärte er, während Zoe erfolglos versuchte, Nicole zu erreichen. Diese war jedoch bereits gegen 23.00 Uhr schlafen gegangen und hatte ihr Smartphone ausgeschaltet.

Fast zwei Stunden lang herrschte „Funkstille”, dann begannen die Freunde der 17-Jährigen, sich langsam Sorgen zu machen. Sie begannen, nach ihr zu suchen. Auch Alex, der unter Tränen stand, beteiligte sich an der Suchaktion. Am frühen Samstagmorgen, kurz vor 1.00 Uhr, wurde Zoes Leiche im seichten, eiskalten Wasser des Kanals Nizza gefunden. Eine kleine Gruppe von Freunden eilte zum Ufer und versuchte, die Leiche in die Nähe der Leiter zu ziehen. Kurz darauf trafen die Carabinieri, die Feuerwehr und ein Notarztteam ein, doch für Zoe kam jede Hilfe zu spät.

Laut dem Gerichtsmediziner war sie durch einen Sturz von der Balustrade, die den kleinen Kanal begrenzt, der durch die Altstadt von Nizza Monferrato fließt, zu Tode gekommen. Die Ermittler stellten Schwellungen am Hals der jungen Frau fest. Diese deuten auf einen Strangulationsversuch hin, während sich im Gesicht Spuren von heftigen Schlägen und Fausthieben vor ihrem Tod feststellen ließen. Doch erst nach der Autopsie wird sich mit Sicherheit sagen lassen, ob die Jugendliche an den Schlägen, an Strangulation oder durch den Sturz in den Kanal gestorben ist.

Außerdem trug die Frau nicht die helle Jacke, in der ihre Freunde sie aus der Bierstube kommen sahen, bevor sie sich mit Manna entfernte. Der 19-Jährige, der von den Carabinieri von Asti vernommen wurde, widersprach sich mehrfach. Nachdem in der Garage seiner derzeitigen Freundin Zoes blutbefleckte Jacke gefunden worden war, wurde der junge Mann in Anwesenheit seiner Anwältin Patrizia Gambino stundenlang verhört. Schließlich gestand er dem Staatsanwalt Giacomo Ferrando gegenüber die schreckliche Bluttat: „Wir haben uns gestritten, ich habe ihr einen Schlag versetzt, aber ich wollte sie nicht töten.“

Facebook/Alex Manna

Die Schläge, die Zoe erlitten hat, sind jedoch mit Sicherheit zahlreicher, als Manna zugeben möchte. Der 19-Jährige wurde nach seinem ersten Geständnis als dringend tatverdächtig festgenommen und ins Gefängnis von Alessandria gebracht. Doch seine Darstellung scheint nicht überzeugend. Zunächst versuchte er, die Ermittler in die Irre zu führen, dann erzählte er ihnen, er und Zoe hätten vor zwei oder drei Jahren eine „kurze Affäre” gehabt. Gerade über diese angebliche Beziehung, von der keiner ihrer Freunde etwas wusste, hätten sie am Freitagabend gesprochen. Es sei zu einer hitzigen Diskussion gekommen, die in einen heftigen Streit ausartete und in der brutalen Attacke gipfelte, bei der Zoe aus einer Höhe von fast vier Metern in den Kanal stürzte. Die Ermittler sind hingegen überzeugt, dass er sie gestoßen hat, sodass sie mit dem Kopf auf die Betonkante aufschlug. Um Klarheit zu schaffen, müssen die Ergebnisse der Autopsie abgewartet werden.

Nach diesem grausamen Femizid steht Nizza Monferrato unter Schock. Wie in ähnlich gelagerten Fällen wird Frauen von Psychologen und Ermittlern, die sich mit Beziehungstaten beschäftigen, geraten, „klärende Gespräche” allein im Beisein eines Mannes abzulehnen und Fälle von Bedrohung und Stalking anzuzeigen.

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