Kongress

Bozen stellt in Rom Projekt zur intelligenten Schulgebäudeverwaltung vor

Freitag, 05. Juni 2026 | 15:47 Uhr

Von: mk

Bozen/Rom – Die Stadt Bozen stellte vor einigen Tagen auf einem Kongress in Rom zum Thema digitale Innovation und Immobilienverwaltung ihr neues Programm für ein intelligentes Schulgebäudemanagement vor.

Das neue Programm entstand aus der Notwendigkeit heraus, den umfangreichen städtischen Immobilienbestands effizienter und nachhaltiger zu verwalten. Die Stadt Bozen betreibt rund 180 Gebäude. Dazu zählen Verwaltungsgebäude, aber auch Sportstätten, Bibliotheken, Bürgerzentren, Museen, Theater und andere öffentliche Gebäude, darunter allein 67 Schul-, Kindergarten- und KITA-Gebäude.

Die Nachteile des bisherigen Gebäudeverwaltungssystems –nicht aufeinander abgestimmte Verfahren der beteiligten Ämter und die Aufbewahrung der Papierdokumentation an mehreren Standorten – können mit diesem neuen, digitalen System ausgemerzt werden, denn durch die Digitalisierung konnte eine einheitliche Plattform geschaffen werden, auf der alle Informationen zu einem Gebäude zusammenlaufen.

Anhand von digitalen Vermessungen wurden dreidimensionale Gebäudemodelle erstellt. Diese wurden mit Informationen zum Baukörper, zur Energieeffizienz und zur Instandhaltung ergänzt, die ebenfalls auf der zentralen Plattform eingestellt und laufend aktualisiert werden. Dadurch hat die Stadtverwaltung stets einen aktuellen Überblick über den Energieverbrauch, die Funktionsfähigkeit der Anlagen und die Raumbedingungen in den Schulgebäuden. Eingriffe können dementsprechend gezielt geplant, und Ressourcen bedarfsgenau einsetzen werden.

Bozens intelligentes Schulgebäudemanagement wurde auf dem Kongress als gelungenes Beispiel für die Digitalisierung der öffentlichen Vermögensverwaltung gewertet. Das Projekt wird über den EFRE-Fonds des Landes Südtirol finanziert. Die Kosten beliefen sich auf 2,78 Millionen Euro.

An dem Projekt wirkten neben Bozen die Universität Padua und verschiedene Partner mit, die auf die Digitalisierung und auf das Gebäudeinformationsmanagement spezialisiert sind.

In einem nächsten Schritt will die Stadt dieses Modell im Sinne einer modernen und nachhaltigen Gebäudeverwaltung schrittweise auf all ihre Liegenschaften ausweiten, damit dieser noch effizienter gesteuert und überwacht und möglichst energieeffizient genutzt werden können.

Bezirk: Bozen

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