Liebe und Sex zwischen Männern wird im Senegal nicht toleriert

Doppelte Höchststrafe für Homo-Beziehungen im Senegal

Donnerstag, 12. März 2026 | 08:44 Uhr

Von: APA/AFP

Das Parlament im Senegal hat ein Gesetz zur Verdopplung der Höchststrafe für Beziehungen von Menschen des gleichen Geschlechts verabschiedet. Der am Mittwoch fast einstimmig beschlossene Gesetzesentwurf sieht eine Haftstrafe von fünf bis zehn Jahren für homosexuelle Paare wegen “widernatürlicher Handlungen” vor. Bis dato lag die Strafe bei ein bis fünf Jahren Haft. Vorgesehen sind auch höhere Geldstrafen.

Menschen, die wegen der angeblichen Förderung oder Finanzierung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen verurteilt werden, sollen unter der neuen Regelung mit drei bis sieben Jahren Haft bestraft werden können. Das neue Gesetz stellt außerdem jeden unter Strafe, der eine andere Person “ohne Beweis” eines Vergehens gegen die Regelungen bezichtigt. Der Gesetzesentwurf muss noch von Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye unterzeichnet werden, um in Kraft zu treten.

Namen Inkriminierter werden veröffentlicht

Senegalesische Medien hatten seit Februar nahezu täglich über Festnahmen im Zusammenhang mit dem LGBTQ-feindlichen Gesetz berichtet. Diese Festnahmen basieren oft auf Anschuldigungen und Handy-Durchsuchungen. Die Namen der Festgenommenen werden häufig öffentlich gemacht.

Im Senegal und vielen afrikanischen Ländern ist Homosexualität tabu. In mindestens 32 der 54 afrikanischen Länder sind gleichgeschlechtliche Beziehungen verboten und stehen unter Bestrafung. In Uganda, Mauretanien und Somalia droht bei Vergehen die Todesstrafe. Die englische Abkürzung LGBTQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer.

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