TK lehnt doppelten Bonus für Premium-Elektrofahrzeuge ab

E-Mobilität: “Nein zur Begünstigung von Besserverdienern”

Freitag, 01. März 2019 | 18:05 Uhr

Bozen – Das Team Köllensperger lehnt den geplanten doppelten Bonus für sogenannte Premium-Elektrofahrzeuge vehement ab. Das Thema „Elektromobilität“ liegt derzeit in aller Munde. Verstärkte Subventionierungen derselben sollen einen entsprechenden Ausbau künftig fördern und damit einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Allerdings sorgt die Absicht einer nicht differenzierten Förderung von Seiten der Südtiroler Landesregierung beim Team Köllensperger für Unverständnis.

„Unsere Aufgabe als Volksvertreter ist es doch in erster Linie dem Gemeinwohl zu dienen“, stellt Josef Unterholzner vom Team Köllensperger fest, „mit solchen absurden Regelungen werden jedoch jene belohnt, die eine Förderung gar nicht nötig haben.“

Der Unmut begründet sich auf dem Vorhaben des neuen Mobilitätslandesrates Daniel Alfreider, die bereits bestehenden Kaufprämie des Landes für Elektrofahrzeuge mit dem künftigen staatlichen Öko-Bonus zu kumulieren. Dieser soll mit 1. März 2019 in Kraft treten und Käufer von Elektrofahrzeugen mit einem Zuschuss von 4.000 ohne beziehungsweise 6.000 Euro mit Verschrottung belohnen.

Eine entsprechende Kaufprämie von bis zu 4.000 Euro gibt es hierzulande bereits seit zwei Jahren, ebenso wie eine nunmehr auch staatlich vorgesehene zusätzliche Unterstützung in Hinsicht auf die Ladesysteme. Was dem Team Köllensperger dabei ein Dorn im Auge ist, ist gerade diese Pauschalisierung. Die Südtiroler Landesregierung will alle Elektroauto-Ankäufe weiterhin fördern, im Besonderen also auch diejenigen der höheren Klasse. “Ein Unding”, laut Josef Unterholzner, der nicht nur die Ungerechtigkeit als solche gegenüber Normalverdienern ankreidet, sondern auch den derzeit noch geringen Mehrwert in puncto Umweltfreundlichkeit in Frage stellt. Elektrofahrzeuge seien immer noch unverhältnismäßig teuer und für den Großteil der Bevölkerung nicht leistbar. „Subventionierungen müssen ausschließlich für Menschen gedacht sein, die sie auch benötigen,“ so Unterholzner, „etwa für diejenigen, die durch Dieselfahrverbote finanziell unter Druck geraten könnten. Ein kleiner, elitärer Kreis, der sich die teuren Premium-Elektroautos leisten kann, braucht keine öffentliche Unterstützung.“

Federführend unter Josef Unterholzner hat das Team Köllensperger einen Beschlussantrag eingereicht. Darin fordert die stärkste Oppositionspartei den Landesbeitrag ausschließlich auf Kleinelektrofahrzeuge bis zu 1.200 Kilogramm Leergewicht beziehungsweise mit einem Verbrauch von bis zu 15kWh/100km zu beschränken. “n Zukunft sollen also lediglich kleine Elektroautos und Elektroscooter subventioniert werden. Nur Privatpersonen mit einem jährlichen Maximaleinkommen bis zu 36.000 Euro netto sollen in den Genuss der Förderung kommen.” Um Missbrauch vorzubeugen fordert das Team Köllensperger im Beschlussantrag zudem eine besondere Aufmerksamkeit bei der entsprechenden Förderung von Firmen. “Ausbau der Elektromobilität zum Wohle der Umwelt ja, sinnvolle Fördermaßnahmen ja, aber ein klares Nein zu einer unberechtigten Verschwendung von Steuergeldern”, so die grundlegende Aussage des Team Köllensperger.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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12 Kommentare auf "E-Mobilität: “Nein zur Begünstigung von Besserverdienern”"


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werner66
werner66
Superredner
20 Tage 21 h

Danke, dass diese Schweinerei angesprochen wird. Wer sich einen Tesla leisten kann soll ihn auch selbst bezahlen! Er hat sowieso auch noch ein zweites Auto für den Winter in der Garage.

Gredner
Gredner
Superredner
20 Tage 18 h

Nur Schade, dass gerade der Tesla vom Ecobonus ausgeschlosen ist, da nur PKWs mit einem Preis bis zu 50.000 Euro (+ IVA) finanziert werden.

m69
m69
Kinig
20 Tage 16 h

https://www.suedtirolnews.it/user/gredner/

Dann gibt es ja den BMW I3 mit MwSt. knapp unter 50.000€

ifinger947
ifinger947
Tratscher
20 Tage 6 h

@Gredner Quatsch wir brauchen keine AMI-Autos hier ! Es gibt genug Europäische Marken die man fördern kann. 🙁 Ein Spinner der ein Auto in den Weltraum schiesst gehört ins Gefängnis 🙁

genau
genau
Universalgelehrter
19 Tage 3 h

@Gredner

Das Model3 kostet deutlich weniger als 50k

genau
genau
Universalgelehrter
19 Tage 3 h

@ifinger947

Elon Musk ist ein großartiger Visionär!
Du bist ein armseeliger Opportunist!

Gredner
Gredner
Superredner
18 Tage 5 h

@genau das billigste Modell, das man derzeit in Italien kaufen kann, kostet genau 56.400 Euro! Nur in den USA gibt es das günstigere Modell zu 35.000 US$

Mezcalito
Mezcalito
Grünschnabel
20 Tage 19 h

ist doch richtig, dass auch premium autos gefördert werden. wenn die reichen nicht damit anfangen wird es nie günstige autos geben.

ifinger947
ifinger947
Tratscher
20 Tage 6 h

Sehr gute Vorschläge vom Team Köllensberger 🙂

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
20 Tage 6 h

Förderung ist ein zweischneidiges Schwert. Wenn die Hersteller damit rechnen, dann bleiben die Preise höher.
Dass so ein Auto schnell mal ein Jahresgehalt oder mehr kostet, muss sich schnellstmöglich ändern, sonst wird das nie was.

Erich59
Erich59
Grünschnabel
20 Tage 3 h

ordentliche gehälter müssen her, dann erübrigen sich auch subventionen

Spartacus
Spartacus
Grünschnabel
19 Tage 5 h

Mit dieser Suvetsionswut,wird der E-Autolobby schnell noch eine Intensievkur verpasst, bevor alle mitbekommen, dass die E-Mobilität, die Probleme nicht löst, im besten Fall, nur verlagert.

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