Ulrich Wallnöfer zu Gast

“Ich will glücklich sein”

Freitag, 22. September 2017 | 15:50 Uhr

Schlanders – Motivation, Resilienz und Umgang mit Veränderung – das sind die Leitthemen der Veranstaltungsreihe „SABES 007- zehn Jahre Südtiroler Sanitätsbetrieb“. Bei der gestrigen vierten Veranstaltung der Reihe im Krankenhaus Schlanders war der Unternehmer und Geschäftsführer von Pur Südtirol, Ulrich Wallnöfer, zu Gast.

„Ich bin ein Glückskind“, stellte Ulrich Wallnöfer gleich zu Beginn des Gesprächs mit Moderatorin Sigrid Flenger fest, „ich ziehe das Glück gerade zu an.“ Warum das so ist? Wallnöfer: „Weil ich es will!“ Positive Gedanken seien das Um- und Auf, so der Unternehmer. „In Sachen positives Denken können wir uns von den Amerikanern einige Scheiben abschneiden“, meinte der vielgereiste Pur-Geschäftsführer. „Die Amerikaner sind nicht schlauer oder besser ausgebildet als wir, aber sie haben diesen positiven Spirit, den sie auch beibehalten, wenn es mal nicht so gut läuft.“

Das Thema Veränderung machte der gebürtige Prader in dem sehr offen geführten Gespräch auch an sich selbst fest: „Als studierter Betriebswirt war ich früher sehr auf Zahlen und Ergebnisse fixiert, auch in Bezug auf Gefühle war ich eher so der Typ „Ein echter Tiroler weint nicht“. Ich musste erst lernen, auch meine weibliche Seite zuzulassen und heute fühle ich mich als Mensch „runder“ und zufriedener. Generell brauche heute die Gesellschaft mehr „weibliche“ Eigenschaften: „Wir brauche mehr Mitgefühl, mehr Miteinander, mehr Verständnis füreinander“, so der Unternehmer, der sich stark für die Gemeinwohl-Ökonomie engagiert.

Mit dem Thema loslassen war Wallnöfer bereits als Student konfrontiert: „Als Jugendlicher war ich auf mein blonde, lockige Mähne sehr stolz, aber bereits Anfang zwanzig bekam ich langsam eine Glatze, die ich irgendwann nicht mehr kaschieren konnte. Der Entschluss, mich zu meiner Glatze zu bekennen, meine Haare sozusagen ziehen zu lassen, und mit glattrasiertem Kopf herumzulaufen, war sehr, sehr befreiend für mich.“

Sich selbst akzeptieren und auch einmal loslassen können, das seien zentrale Dinge, um ganz bei sich selbst sein zu können. „Wir sollten Veränderungen annehmen und nicht mit Groll gegenübertreten, vielmehr sollten wir diese als Chance für unsere Weiterentwicklung sehen und nutzen“, so die Schlussworte des Vinschger Unternehmers.

Unterstützt wird die Veranstaltungsreihe „SABES 007 – zehn Jahre Südtiroler Sanitätsbetrieb“ von folgenden Unternehmen: ACS, IBT, Markas, Waldner, Archicom und NTS.

Von: mk

Bezirk: Vinschgau

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz