Von: APA/Reuters
Im Süden des Libanon sind Medienberichten zufolge bei einem israelischen Drohnenangriff vier Menschen getötet worden. Der Angriff habe sich gegen ein Fahrzeug in der Stadt Nabatieh gerichtet, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur am Montag. Aus libanesischen Sicherheitskreisen verlautete, es handle sich um den Angriff dieser Art mit den meisten Todesopfern seit mehreren Wochen. Das israelische Militär teilte mit, es prüfe den Bericht.
Es hat – trotz der seit Mitte Juni geltenden Waffenruhe mit der radikal-islamischen Hisbollah – wiederholt nach eigenen Angaben Stellungen der Miliz im Libanon angegriffen. Zahlreiche Menschen wurden nach libanesischen Angaben bei israelischen Angriffen getötet – darunter auch Frauen und Kinder.
Die Hisbollah, die nicht nur Miliz, sondern auch politische Partei im Libanon ist, ist mit dem Iran verbündet. Nach dem Angriff Israels und der USA auf den Iran am 28. Februar übte die Hisbollah Vergeltung und beschoss vom 2. März an Ziele in Israel.
Das israelische Militär griff massiv vor allem den Südlibanon und die libanesische Hauptstadt Beirut aus der Luft an. Israelische Bodentruppen rückten in den Süden des Libanons vor, vertrieben die Anrainer und halten seither weite Gebiete besetzt.
Intensität der Kämpfe hat wegen Waffenruhe nachgelassen
Im Zuge der im Juni vereinbarten Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat die Intensität der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im vergangenen Monat nachgelassen. Der Iran besteht in den Verhandlungen mit den USA darauf, dass die Waffenruhe auch für den Libanon gilt. Israel verringerte daraufhin auf Bitten der USA seine Angriffe auf den Libanon. Gänzlich eingestellt wurden sie jedoch nicht.
Die israelische Regierung hat ihren Soldaten freie Hand bei der Bekämpfung von Bedrohungen im Libanon gegeben. Sie lehnt es zudem ab, aus den besetzten Gebieten im Libanon wieder abzuziehen. Die Armee werde so lange wie nötig in den Sicherheitszonen des Libanons, in Syrien und im Gazastreifen bleiben, sagte Verteidigungsminister Israel Katz im Juni.
Im Libanon reicht die Sicherheitszone etwa zehn Kilometer tief in das Territorium. Das von israelischen Truppen besetzte Gebiet soll dem Schutz nordisraelischer Ortschaften dienen.




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