Von: apa
Österreichs Gruppengegner Algerien hat in der Nacht auf Dienstag bei der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko die ersten Punkte geholt. Über Jordanien feierten die “Wüstenfüchse” in Santa Clara (Kalifornien) einen glanzlosen 2:1-(0:1)-Erfolg und halten damit so wie die ÖFB-Elf bei drei Punkten. Nadhir Benbouali (69.) und Amine Gouiri (82.) drehten dabei für die Favoriten einen Rückstand nach Jordaniens Treffer von Nizar Al Rashdan (36.).
“Wir haben den Sieg verdient. Er gibt uns mehr Selbstvertrauen und Glauben an uns vor dem nächsten Spiel”, meinte Algeriens Teamchef Vladimir Petkovic. Im Kampf um Platz zwei in Gruppe J bekommt es Österreich in der Nacht von Samstag auf Sonntag (4.00 Uhr MESZ/live ORF 1) in Kansas City mit den Nordafrikanern zu tun. Dabei reicht Rot-Weiß-Rot ein Remis, auch Algerien hätte mit einem Unentschieden gute Aufstiegschancen. “Wir werden noch mehr kämpfen als heute”, kündigte Mittelfeldspieler Ibrahim Maza an. Für Debütant Jordanien ist die K.o.-Runde nach zwei Niederlagen außer Reichweite.
Vor 68.371 Zuschauern war Algerien die bestimmende Mannschaft, ohne dabei aber Gefahr auszustrahlen. Lücken taten sich fast keine auf, Jordanien agierte einmal mehr mit kompakter, massierter Defensive und setzte immer wieder Nadelstiche – ähnlich wie im Duell mit Österreich, das sechs Tage davor 1:3 verloren gegangen war. Eine der Umschaltsituationen nutzte Nizar Al Rashdan nach etwas glücklicher Vorarbeit prompt zur Führung.
Zwei Eckbälle brachten Entscheidung
Algerien wehrte sich gerade nach dem Seitenwechsel mit großer Vehemenz, blieb offensive Highlights aber weiter schuldig. Den Ausgleich musste denn auch ein Standard bringen: Der zur Pause eingewechselte Benbouali behauptete sich nach einem Eckball und brachte seine Truppe zurück ins Spiel. Die Favoriten setzten nach und belohnten sich infolge eines weiteren Corners mit dem Siegtreffer durch Gouiri.
“Ich weiß nicht, ob wir unser wahres Gesicht gezeigt haben, aber wir haben ein besseres Spiel gemacht als gegen Argentinien”, sagte der Stürmer von Olympique Marseille. “Wir haben ein Tor kassiert, aber wir hatten mentale Widerstandskraft und werden Schritt für Schritt stärker. Dieses Spiel wird uns sehr guttun.”
Jordaniens Coach sah nicht viel Unterschied
Für Jordanien steht zum Abschluss der WM noch das Spiel gegen Lionel Messis Argentinier auf dem Programm. Trainer Jamal Sellami sah gegen Algerien eine gute Vorstellung seiner Elf. “Wir sind nicht groß abgefallen mit Ausnahme der Eckbälle und Freistöße”, erkannte der Marokkaner. “Sicher hätten wir auf bessere Ergebnisse gehofft. Aber ich bin stolz auf die Spieler.” Als Gratulant stellte sich nach dem Spiel auch Jordaniens Kronprinz Hussein bin Abdullah in der Kabine ein. “Seine Worte haben den Spielern gut getan”, berichtete Sellami.




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