Südtiroler Tierfreundeverein möchte Urlauber sensibilisieren

Kein Urlaubsspaß auf Kosten von Tieren

Samstag, 13. August 2016 | 19:31 Uhr

St. Martin/Passeier – „Wer in den Urlaub fährt, sollte sein Herz für Tiere nicht daheim lassen. Besonders in den ärmeren Ländern der Welt müssen Tiere vielfach zum Geldverdienen herhalten. Ein waches Auge für Tierleid ist deshalb auch im Urlaub angesagt.“ So die Grundaussage des Südtiroler Tierfreundevereins. Das beginnt schon beim Ausritt auf Pferden und Ponys, auf Elefanten, Kamelen oder Eseln. Man sieht den Tieren oft an, dass ihr Zustand und die Haltungsbedingungen schlecht sind. Sie sind den ganzen Tag der Hitze ausgesetzt – oft ohne ausreichend Wasser, Futter und Schatten. Nicht passende Sättel und Zaumzeuge führen zu Scheuerstellen und offenen Wunden, die sehr schmerzhaft sind. Insbesondere für Wildtiere bedeutet der ständige Kontakt mit Menschen Stress. Achtung bei weiteren Veranstaltungsangeboten. Sport- und Wettkämpfe mit Tieren sind zuhause verboten. Warum sollte man diese im Urlaub unterstützen? Stierkämpfe in Spanien, Südfrankreich, Portugal und in Teilen Südamerikas oder die grausamen Hunde- oder Bärenkämpfe sind für einen Tierfreund tabu. Mit jedem Besuch unterstützen und fördern Sie automatisch solche Aktionen.

Sinnvoll helfen

Viele Tierfreunde sind im Urlaub geschockt über die große Zahl an streunenden Hunden oder Katzen und lassen sich dazu verleiten, die Tiere zu füttern. Doch die Streuner gewöhnen sich sehr rasch an diese Nahrungsquelle, doch kaum ist die Saison vorbei, verhungern viele Streuner und ihre Jungen, weil das Futter ausbleibt. Besser als sie zu füttern ist es daher, eine ortsansässige und anerkannte Tierschutzorganisation direkt am Urlaubsort mit einer Spende zu unterstützen, damit langfristig Futter und Kastrationen finanziert werden können.

Zivilcourage zeigen

In vielen Ferienländern werden Wildtierbabys zur Schau gestellt und in belebten Straßen, am Strand oder in der Diskothek als Touristenattraktion missbraucht. Für ein paar Euro dürfen sie angefasst, auf den Arm genommen und Fotos mit ihnen gemacht werden. Ahnungslose Touristen wissen nicht, welch leidvolles Geschäft sie damit unterstützen: Die Tierbabys werden oft durch Nahrungsentzug klein gehalten. Manchen Tieren werden zuvor Krallen und Eckzähne entfernt oder sie werden mit Medikamenten ruhig gestellt, damit sie sich besser handhaben lassen. Wer auf solch ein Angebot trifft, sollte dem Hotelmanager oder Reiseveranstalter Bescheid geben. Je mehr Kunden sich beschweren, desto schneller finden solche Angebote ein Ende. (Quelle: Vier Pfoten)

Informationen

Südtiroler Tierfreundeverein

E-Mail: info@tierfreunde.it
www.tierfreunde.it

Von: ka

Bezirk: Burggrafenamt

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