Freiheitlicher Vorschlag

“Muttersprache an Südtirols Kindergärten und Schulen muss erhoben werden”

Samstag, 20. August 2016 | 16:37 Uhr

Bozen – Die Freiheitliche Landtagsabgeordnete Tamara Oberhofer betont die Wichtigkeit einer statistischen Erhebung über die Muttersprache der Schüler an Südtirols Schulen aber auch der Kinder an Südtirols Kindergärten. Verwundert zeigt sie sich über das Desinteresse vonseiten der zuständigen Landesräte Achammer und Tommasini.

„In einer Anfrage an die beiden Landesräte wollte ich mich über den Anteil der Schüler mit nichtdeutscher und nichtitalienischer Muttersprache informieren. In den Antworten wurde darauf hingewiesen, dass es keine Auflistung und somit keine Informationen über die Muttersprache der Schüler gibt. Diese Tatsache erstaunt mich auf Grund der Wichtigkeit dieser Information genauso, wie die Gleichgültigkeit der Landesregierung über den Anstoß, eine entsprechende Erhebung vom Landesinstitut für Statistik durchführen zu lassen. Der genannte Grund für eine bis dato fehlende statistische Erhebung waren die Datenschutzgründe, begleitet von einer besonderen Begründung: das „Prinzip der Notwendigkeit“, welches somit laut Landesregierung nicht gegeben sei“, erklärt Oberhofer.

„Der Schutz der deutschen Sprache und die Sicherstellung einer optimalen Sprachausbildung aller Schüler in Südtirol, machen eine statistische Erhebung notwendig“, stellt die Freiheitliche Landtagsabgeordnete klar. „Das Desinteresse der Landesräte ist unverständlich und auch fahrlässig im Hinblick auf die Zukunft jedes einzelnen Schüler und Kindes. Man kann nur durch rechtzeitige Maßnahmen bestimmten Negativ-Entwicklungen, wie die Gefahren für die Muttersprache, gerade in einem Land wie Südtirol, entgegenwirken, wenn man über entsprechende Zahlen in Kenntnis ist. Lehrer, aber auch pädagogisches Fachpersonal an den Kindergärten klagen regelmäßig über Probleme, welche die permanente Zunahme an Schülern und Kindern nicht-deutscher und nicht-italienischer Muttersprache mit sich bringt. Die Erforschung der Situation an Südtirols Kindergärten wäre somit gleichermaßen wichtig“, ist Oberhofer überzeugt.

„Die genannten Datenschutzgründe sind für mich eine offensichtliche Ausrede, da ich es mir nicht erklären kann, warum die Bundesanstalt Statistik Österreich vergleichbare Statistiken durchführen darf. Die Formulare, welche auf der entsprechenden Seite für das Erhebungsjahr 2015/2016 bereits abrufbar sind, werde ich an die Landesregierung als Vorschlag weiterreichen und die Durchführung einer entsprechenden Statistik aus „Prinzip der Notwendigkeit“ fordern. Durch die entsprechenden Ergebnisse können zudem auch Lehrer und pädagogisches Fachpersonal durch gezielt unterstützende Maßnahmen entlastet werden und die Schüler, welcher Herkunft auch immer, optimal gefördert und integriert werden.”

 

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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2 Kommentare auf "“Muttersprache an Südtirols Kindergärten und Schulen muss erhoben werden”"


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tomsn
Grünschnabel
1 Monat 8 Tage

Gscheida tatnsi in Kindogortn a wien italienisch redn learn! Het der Tamara a net gschodn! Freiheitlicha sturköpfe!

ExSuedtiroler
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

Im Land der Faschisten muss man verstehen, dass eine solche Erhebung nicht erwünscht ist. Und gekaufte/ italienisierte Südtiroler wollen das auch Staub aufwirbeln und die Italienisierung stoppen.
Leuten ohne kulturelles Rückrad werden vmtl. nicht verstehen warum solche Erhebungen wichtig sind für eine Zukunft von “Südtirol” und einer Vergangenheit von “Alto Adige”.

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