Jugendarbeit stärkt Gemeinschaft

Neuer Vorstand der AGJD bestätigt: Sonja Plank bleibt Vorsitzende

Montag, 11. Mai 2026 | 15:38 Uhr

Von: mk

Bozen – Die Vollversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD) hat den bisherigen Vorstand erneut bestätigt. In der ersten Sitzung des neu gewählten Vorstandes wurde auch die Vorsitzende wiedergewählt: Sonja Plank wird die AGJD weiterhin anführen und gemeinsam mit dem Vorstand die Jugenddienste in Südtirol begleiten und vertreten. Neben Sonja Plank vervollständigen Heidi Gamper, Klaus Nothdurfter, Monika Hofer Larcher und Michele Dalla Serra den Vorstand der AGJD.

Die Jugenddienste in Südtirol bilden ein starkes Netzwerk, das über die Arbeitsgemeinschaft der AGJD zusammengeschlossen ist und sich über das ganze Land erstreckt. Dabei unterscheiden sich die Strukturen, Schwerpunkte und Arbeitsweisen der einzelnen Jugenddienste teilweise deutlich voneinander. Gerade diese Vielfalt ist eine besondere Stärke der Jugendarbeit: Denn die Bedürfnisse junger Menschen sind je nach Einzugsgebiet unterschiedlich. Während in urbanen Räumen andere Themen im Vordergrund stehen, braucht es in ländlichen Gebieten andere Impulse, z.B. zur Stärkung des Dorflebens und der Gemeinschaft. Junge Menschen sollen auch dort Platz, Sichtbarkeit und Möglichkeiten zur Mitgestaltung erhalten.

Jugenddienste greifen die jeweiligen sozialen, kulturellen, politischen, bildungsbezogenen und freizeitpädagogischen Gegebenheiten vor Ort auf und entwickeln gemeinsam mit jungen Menschen passende Angebote und Projekte. Sie schaffen Räume zum Mitreden, Mitgestalten, Ausprobieren und Wachsen. Jugendarbeit findet überall dort statt, wo junge Menschen sich treffen und Gemeinschaft erleben.
Insgesamt engagieren sich in den Jugenddiensten Südtirols über 180 Fachkräfte sowie knapp 130 ehrenamtliche Vorstandsmitglieder und viele weitere freiwillig Engagierte für junge Menschen im Land.

Ein besonderer Schwerpunkt der kommenden Jahre liegt auf dem achtsamen Hinschauen und dem Schutz junger Menschen. Kinder und Jugendliche haben das Recht auf Schutz vor Gewalt, Grenzverletzungen, Diskriminierung und Missbrauch. Deshalb wird die AGJD insbesondere die Schutzprozesse innerhalb der Jugendarbeit gemeinsam mit den anderen Dachverbänden entwickeln und stärken. Ebenso wichtig bleibt die Begleitung der ehrenamtlichen Vorstände der Jugenddienste, die große Verantwortung für ihre Organisationen und die Jugendarbeit vor Ort tragen.

Gerade in einer Zeit, in der die soziale Schere weiter auseinandergeht und gesellschaftliche Spannungen zunehmen, kommt der Jugendarbeit eine wichtige Rolle zu. Auch Themen wie extremistische Tendenzen, soziale Ausgrenzung oder fehlende Teilhabe fordern die Jugendarbeit heraus. Umso wichtiger sind Vernetzung, Zusammenarbeit und starke Partnerschaften. „Alleine kann niemand die Welt verändern. Aber gemeinsam können wir junge Menschen stärken und Räume schaffen, in denen Demokratie, Teilhabe und Gemeinschaft gelebt werden“, betont die Vorsitzende Sonja Plank.

Die AGJD versteht Jugendarbeit als offenen Raum für alle jungen Menschen – unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft, Religion, Behinderung oder sozialem Hintergrund. Ziel bleibt es, junge Menschen darin zu stärken, Verantwortung für sich selbst und die Gesellschaft zu übernehmen und eine solidarische und demokratische Zukunft mitzugestalten.

Bezirk: Bozen

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