Von: apa
Die britische Popsängerin Rita Ora hat Samstagabend mit dem “Top of the Mountain Opening Concert” den popmusikalischen Startschuss für die Skisaison im Tiroler Ischgl gegeben. Umringt von sechs Tänzerinnen und musikalisch gestützt von der mehrköpfigen Live-Band kredenzte sie vor rund 13.000 Besuchern sing- und bewegungsfreudig einige ihrer größten Hits und garnierte diese mit aktuellen Liedern wie etwa “All Natural”. Ein Abend, der Pop-Leichtigkeit und Positivität brachte.
Diese Stimmung setzte beim dem Konzert auf einer Freifläche nahe der Silvretta-Seilbahn-Talstation bereits das kurze Intro zu Beginn, bei dem auf der Konzert-Videowand vor allem positive Begriffe eingeblendet wurden: Freude, Inklusion und Orientierung an den schönen Dingen des Lebens wurden ausgiebig zelebriert. Sodann stürzten sich Ora, Tänzerinnen und Band auch schon in den ersten Song des Abends: “Ask & You Shall Receive”. Wem dabei ein Bibelzitat in den Sinn kam, lag sicher nicht falsch. Obwohl diese Spur im Laufe des Konzerts nicht weiter verfolgt wurden, war sofort klar: Auch diese Art von Licht und Freude war in der Popwelt von Ora höchst willkommen.
Allumfassendes, etwas beliebiges Glücksgefühl
Das allumfassende und durchaus auch etwas beliebige Glücksgefühl im Sinne Oras, das sich zur Unterfütterung mal hier und mal dort eifrig bediente, wurde vor allem mit geradlinigen, elektronischen Beats in das Ischgler Party-Volk gefeuert. Dass sich die 35-Jährige bei aller Bewegungsfreude, Anfeuerungsrufen und Spring-Aufforderungen in Richtung Publikum manchmal etwas zu sehr auf den Hintergrundgesang verließ und in dieser Hinsicht von Zeit zu Zeit Tanz und gute Laune über ihre eigene Sangesleistung stellte, tat der Verkündigung der guten Pop-Laune keinen Abbruch.
Im Gegenteil: Das Publikum ließ sich von ihrer Euphorie und sichtlich guten Laune durchaus anstecken und folgte mehr und mehr ihren Aufforderungen, auch in Bezug auf so manche Mitsingpassagen. Am Besten funktionierte das naturgemäß bei Hits wie “Black Widow” oder “For You (Believe). Auch bei “Your Song” aus ihrem bisher letzten Album “You & I” zeigte sich das Publikum überraschend textsicher.
Rund 60-minütiges Konzerte ohne Längen
Nach nur knapp sechzig Minuten war dann schließlich nach “Let You Love Me” auch schon wieder Schicht im Popmusikschacht. In der Kürze lag aber tatsächlich die wirkliche Würze. Die Stimmung blieb euphorisch, was auch der relativ Gleichförmigkeit des Konzertes geschuldet gewesen sein mag.
Die Beats hämmerten jedenfalls durchgehend, das Tanz-Energielevel blieb konstant hoch und Oras Stimme zeigte keinen Anflug von Schwäche oder Erschöpfung. Der Eindruck festigte sich damit mehr und mehr: Ischgl hatte den für diesen Zweck perfekten Opening-Act gefunden: Leichtfüßig-fröhlich, musikalisch durchaus ansprechend und alles in allem der richtige Soundtrack, um danach noch im für Partys bekannten Wintersport-Hotspot weiterzufeiern.
(Von Markus Stegmayr/APA)




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