Auri hat seinen Spaß im Pressezentrum

ESC-Medientross in seiner Homebase willkommen geheißen

Montag, 11. Mai 2026 | 14:43 Uhr

Von: apa

Die Wiener Stadthalle ist ab sofort der Nabel der ESC-Welt: Nachdem die Song-Contest-Teilnehmeracts bereits vergangene Woche ihre Proben absolviert hatten, öffnete nun auch das Medienzentrum seine Tore für die 70. Ausgabe und füllte sich in Rekordzeit mit Journalistinnen und Journalisten sowie der Fan-Blogger-Szene. Willkommen geheißen wurden diese standesgemäß vom umstrittenen ESC-Maskottchen Auri – Star des ersten Medienbriefings der angelaufenen ESC-Woche.

“Er sollte nicht zu kindisch sein oder zu abstrakt – sondern ein cooler Typ”, zeichnete Iris Keutter als ORF-Marketingexpertin den virtuellen Geburtsprozess des pummeligen Zottelmonsters nach, dessen Namen sich vom lateinischen Aurum – Gold – ableitet: “Er glänzt wie ein Goldstern und hat goldene Kopfhörer.”

Diskussion mit Boykottierern läuft

Vielleicht etwas weniger euphorisch als das winkende Schweinsnasenmaskottchen, aber dafür gewohnt ironisch zeigte sich Martin Green als EBU-Direktor für den ESC gegenüber der versammelten Presse: “Ich hatte ein eher ereignisloses Jahr – jetzt freue ich mich, dass die nächsten Tage etwas zu tun ist.”

Ein Teil der Aufgaben in den vergangenen Monaten für den ESC-Direktor war der Kontakt zu den fünf boykottierenden Ländern Spanien, Niederlande, Island, Slowenien und Irland, die sich wegen der Beteiligung Israels angesichts des Gazakrieges vom Bewerb zurückgezogen hatten. “Die Diskussionen laufen”, unterstrich Green, dass man weiterhin an einer gemeinsamen Lösung in der Zukunft arbeite: “Wir werden alles in unser Macht Stehende tun, damit sie zurückkommen.”

Sicherheitskontrollen und Knabberprodukte

Zu tun haben mittlerweile auch die Medienvertreterinnen und -vertreter, galt es nach einer Durchleuchtung wie am Flughafen doch, sich im weitläufigen Medienzentrum zurechtzufinden. Insgesamt bietet das Areal Platz für rund 1.000 Personen aus aller Welt, die sich den Song Contest keinesfalls entgehen lassen wollen. Versorgt werden die Medienmenschen mit heimischen Heißgetränken, Knabberprodukten aus lokaler Produktion und Bildschirmtutorials, die erklären, wie man einen Einspänner oder eine Melange bestellt.

Zugleich soll selbstredend nicht die Kulinarik im Fokus stehen. Neben der Übertragung der Shows sind tägliche Medienbriefings angesetzt, zudem gibt es Räume für Interviews mit den insgesamt 35 Acts. Diese teilen sich die Aufmerksamkeit zunächst auf, müssen doch jeweils 15 Nationen in einem der beiden Semifinals am Dienstag und Donnerstag ihr Ticket für den Höhepunkt am Samstag erst ersingen. Fix qualifiziert für das große Finale sind die “Big Four” Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien sowie Österreich als Veranstalterland.

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