"Arnie" war auch heuer das Epizentrum des Kitz-Societytreibens

Kitzbühel: “Terminator” und zwei “Ballinatoren” regierten

Sonntag, 25. Januar 2026 | 14:01 Uhr

Von: apa

Es hat sich ausgeprostet, ausgejubelt und ausposiert: Der Kitz-Society-Marathon erreichte das Ende der Party-Fahnenstange. Das Epizentrum des Promi-Treibens auch heuer: Arnold Schwarzenegger, der mit Sohn Christopher anreiste. Höhepunkte waren des “Terminators” Klima-Charity-Auktion, die “Weißwurstparty” und die “KitzRaceParty”. Fußball-Legende Zlatan Ibrahimović gab sich erneut die Kitz-Ehre. Ein viel beachteter “Debütant” indes: Startrainer Jürgen Klopp.

Den ersten ganz großen Höhepunkt hatte der Promi-Event-Reigen im Rahmen der Hahnenkammrennen Donnerstagabend beim Goinger “Stanglwirt” erlebt: Schwarzenegger, der mit seinem Sohn bereits am Mittwoch aus seiner Heimat Los Angeles eingeflogen war, lud nämlich bereits zum fünften Mal für den allerbesten Zweck in sein Leib- und Magenhotel ein. Für den Klima- und Umweltschutz bat der Hollywoodstar und frühere Gouverneur von Kalifornien zu seiner Charity-Auktion in der Reithalle, die dort im Rahmen eines Dinners stattfand. Die Einnahmen kamen erneut seiner “Climate Initiative” zugute, die weltweit Umweltprojekte unterstützt. Zahlreiche Promis folgten dem Ruf und marschierten über den Red Carpet. “Adabei” etwa: “Arnie”-Buddy, Ex-Bodybuilder und Schauspieler Ralf Moeller, Model und Schauspielerin Alena Gerber, das Musikduo The BossHoss, Schauspieler und “Bergdoktor”-Star Mark Keller sowie der Südtiroler Skistar Dominik Paris.

Fitnesstraining und Luxusuhr

Unter dem Hammer kamen zu diesem Zweck – altbewährt – etwa eine Luxusuhr der Marke Audemars Piguet, ein persönliches Workout mit “Arnie” oder Kunstwerke, zumeist mit Pop-Art-Einschlag. Auch VIP-Erlebnisse wurden versteigert. Musikalisch umrahmt von der Berliner Band “The Baseballs” kamen schließlich beachtliche 1,3 Millionen Euro zusammen.

Am Tag darauf, am Freitag, ging es zunächst sportlich weiter: Beim Super-G ließ sich ein erster Vorgeschmack darauf erhaschen, was in den Tagen darauf noch an Promi-Aufmärschen zu erwarten war. Bei diesen Aufmärschen abermals nicht dabei: “Herminator” Hermann Maier, der Kitz im Rahmen des Super-G einen “Blitzbesuch” abstattete, das Rennen aber nicht von der Ehrentribüne, sondern von der “Seidlalm” aus verfolgte. Party und Events ließ die ewige Sportikone wie gewohnt komplett aus. Sehr wohl im VIP-Bereich anwesend waren hingegen vor allem Ex-Skigrößen wie Olympiasieger Leonhard Stock, Didier Cuche, Luc Alphand oder Alexander Meissnitzer. Auch Red Bull-Fußballchef und Ex-Liverpool-Kulttrainer Klopp nutzte den Super-G für sein erstmaliges “Kitz-Erscheinen”.

“Weißwurst-Wahnsinn” mit Kloppo

Am Abend wurden dann wieder tausende Weißwürste gezuzelt: Die 33. Ausgabe der “Weißwurstparty” im “Stanglwirt” stand auf dem Programm. Blitzlichtgewitter und dichtestes Gedränge inklusive – Ausnahmezustand rund um den “Kessel”. Ein Heimspiel für Schwarzenegger. Im Rahmen der hochoffiziellen Party-Eröffnung lobte die “Steirische Eiche” ihr Lieblingshotel erneut in den Himmel – und wieder zurück auf Tiroler Boden. Es handle sich um die “biggest party in the world. “Das Essen hier ist das Beste, egal ob Hendl, Wiener Schnitzel oder ein gemischter Salat”, sprach der Weltstar in unverwechselbarem “Steirer-American-Englisch” und setzte sein bekanntes, breites Siegerlächeln auf. Mit dabei am Kessel: Klopp, der mit “Arnie” um die Wette strahlte und seinen “Weißwurst-Einstand” absolvierte.

Auch musikalisch ging es im Anschluss in die Vollen: “Dick Brave”, Alter Ego des deutschen Sängers Sasha, konzertierte gegen Mitternacht in einer proppenvollen Stanglwirt-Reithalle für fast 3.000 Gäste, die rund 8.000 Weißwürste und 8.000 Brezen ratzeputz verschlangen.

Auf dem Roten Teppich ließen sich zuvor vor allem Skilegenden und allerlei bundesdeutsche und einige Austro- Prominenz blicken. Als da etwa gewesen wären: Verona Pooth, die TV-Moderatorinnen Birgit Schrowange und Laura Wontorra, die Models Franziska Knuppe und Lena Gercke, Ex-Model Barbara Meier, Schauspielerin Ronja Forcher, “Paddy” Kelly, Schlagerstar Nik P., TV-Star Elton, die Musiker Paul Pizzera und Rea Garvey, “Hahnenkamm-Partyhopperin” und “Alpenbarbie” Melissa Naschenweng sowie die Ex-Skiasse Fritz “The Cat” Strobl, Günther Mader und Maria Riesch.

“Streif”-Promis und omnipräsenter Ötzi

Das Ende der rauschenden “Weißwurstparty” bedeutete für Kitz und Umgebung aber nicht, dass alles dem Ende zuging. Im Gegenteil: Die traditionsreiche Abfahrt am Samstag zog zahlreiche Promis an die berühmt-berüchtigte “Streif”. Auch “Arnie” war hier – wie schon bei der “Weißwurstparty” – mit seinem Sohn Christopher zugegen. Der 78-Jährige zeigte sich als Patriot – adjustiert mit Pullover und rot-weiß-rotem Wappen darauf – und in Interviews sehr gesprächig. “Ich liebe meine Heimat”, meinte er in Bezug auf “Good old Austria”, merkte aber auch launig an, dass er seine “Haustiere” – Schweindl “Schnelly”, Zwergpony “Whiskey” und Esel “Lulu” – in Los Angeles schmerzlich vermisse. Auch Ibrahimović nahm auf der Ehrentribüne Platz, posierte mit “Idol” Schwarzenegger und hatte, wie im Jahr zuvor, den einen oder anderen lockeren Spruch auf den Lippen. Vor Ort, aber nicht auf der Ehrentribüne: Jürgen Klopp, der das Rennen vom Starthaus aus verfolgte und mit Ski-Expertise glänzte. Im VIP-Auditorium zudem allerlei Prominenz und Skilegenden wie Ingemar Stenmark und Pirmin Zurbriggen.

Bei den Rennen und Events noch mehr omnipräsent als sonst: DJ Ötzi. Der Mann mit der weißen Haube drehte zusammen mit Tochter Lisa-Marie für eine TV-Sendung über die Hahnenkammrennen und rührte unentwegt die Werbetrommel für seinen, dank Social Media, derzeit die Charts stürmenden Song “Tirol” aus dem Jahr 2013. Diesen performte er etwa auch im Zielgelände der Streif, das Lied rotierte in zudem in Dauerschleife in und rund um die Gamsstadt.

“CharityTrophy” und “RaceParty”

Nach der Abfahrt-Siegerehrung ging es dann an das große Promi-Wedeln: Bei der “KitzCharityTrophy” wurden am Zielhang der Streif 270.000 Euro für in Not geratene Bergbauernfamilien “eingewedelt”. Etwa am Start, mit durchaus unterschiedlichen Skifahrkünsten: Hans Knauß, FIS-Präsident Johan Eliasch, Kitz-Vermarkter Harti Weirather, “Mister Millionenshow” Armin Assinger, Aksel Lund Svindal, Hannes Reichelt und der ewig beliebte “Kaiser” Franz Klammer”, der es wenige Tage vor dem 50-jährigen Jubiläum seines Olympia-Patscherkofel-Husarenritts mit DJ Ötzi in Sachen Kitz-Omnipräsenz leicht aufnehmen konnte. Der unverwüstliche Ex-Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone, mittlerweile 95 Jahre alt, gab wiederum den Rennleiter und Zielrichter und war auch sonst in Kitz äußerst umtriebig. Als sein “Assistent” fungierte der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel.

Einen letzten großen Höhepunkt fand das Kitz-Societygeschehen dann schließlich am Abend bei der “RaceParty” im VIP-Tempel Weirathers, dem Geburtstagsständchen (er wurde 68 Jahre alt, Anm.) gesungen wurden. Auf dem “Red Carpet” im Luxus-“Zelt” ließen sich abermals Klopp und Ibrahimović blicken, badeten sichtlich vergnügt im Blitzlicht-Bad und stellten sich bereitwillig Journalistenfragen. Ebenfalls unter anderem – neben vielen bereits Genannten – “am Start”: Ex-Schwimmstar Franziska van Almsick, Deutschlands Ex-Skiass Felix Neureuther und TV-Starkoch Johann Lafer. Bei der Party selbst konzertierte Popstar Rita Ora mit vollem Körpereinsatz.

Legends, Schnitzel und Hummer

Das Society-Geschehen beschränkte sich aber nicht nur auf die “großen Drei”. So hatte der Partyreigen eigentlich bereits am Mittwoch im Hotel “Grand Tirolia” mit der “Kitz Legends Night” begonnen. Dort wurde auch der “Inspiration Award” vergeben, der heuer an den amerikanischen Ex-Skistar Bode Miller ging.

Ebenfalls hoch her ging es Samstagabend in der “Sonnbergstuben” von Rosi Schipflinger bei der traditionellen “Schnitzelparty”. Vor Ort etwa: Simone Lugner, Larissa Marolt, Schauspieler Jakob Seeböck sowie Frédéric Prinz von Anhalt und Adoptivsohn Marcus. Auch bei der “Hummerparty” im “Kitzhof” ging es zeitgleich hoch her: 350 Personen, darunter ÖSV-Größen, wurde Hummer in zahlreichen Variationen kredenzt.

Politik mit Stelldichein

Auch die Politik gab sich ein Kitz-Stelldichein, sowohl bei den Rennen als auch abseits von diesen, etwa im Rahmen des traditionellen “Kitzbühel Empfangs” des Landes Tirol in der “Goldenen Gams” Donnerstagabend. Gesichtet wurden etwa: Der bei der Abfahrt anwesende Vizekanzler und Sportminister Andreas Babler (SPÖ), Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) mit zahlreichen Regierungskollegen, Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) sowie Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP)

Society-Abwesende Gabalier und Hinterseer

Zwei der bekanntesten Österreicher, die gleichzeitig zum “Kitz-Inventar” gehören, fehlten indes diesmal am Society-Parkett: Andreas Gabalier und Hansi Hinterseer. Der “Volks-Rock’n’Roller” entschuldigte sich auf Social Media aufgrund laufender Arbeiten an neuen Songs, “Lokalmatador Hansi” wurde indes medial nur einmal Anfang der Woche im Zuge der Trainings für die Rennen auf der Piste gesichtet. Kein Wunder: Seit jeher begeisterte sich der 71-Jährige noch wesentlich mehr für die sportlichen Leistungen als für Promi-Umtriebe.

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