Nach Corona-Maßnahmen

Handelskammer fordert für betroffene Betriebe einen Umsatzersatz von bis zu 80 Prozent

Dienstag, 03. November 2020 | 11:09 Uhr

Bozen – Wie gestern bei einer Pressekonferenz des Landes bekanntgegeben wurde, müssen ab morgen zahlreiche Südtiroler Betriebe schließen. Auch in Österreich ist dies bereits seit heute der Fall. Dort hat die Bundesregierung angekündigt, die betroffenen Unternehmen im November mit einem Umsatzersatz von bis zu 80 Prozent zu unterstützen. Die Handelskammer Bozen fordert, dass auch die Südtiroler Betriebe einen Umsatzersatz in dieser Größenordnung bekommen.

Durch die gestern vom Land angekündigten verschärften Corona-Maßnahmen werden ab morgen zahlreiche Südtiroler Betriebe geschlossen. Zum Beispiel sind davon Bars, Restaurants, Eisdielen, Konditoreien und Geschäfte (ausgenommen Geschäfte der Grundversorgung wie Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und Trafiken) betroffen. Auch Hotels dürfen nur noch Gäste aufnehmen, die aus Berufsgründen in ihrem Betrieb nächtigen.

„Für diese bereits durch den Lockdown im Frühjahr stark in Mitleidenschaft gezogenen Sektoren bzw. Unternehmen stellen die Schließungen bzw. Einschränkungen einen harten Schlag dar. Wenn die betroffenen Betriebe in dieser schwierigen Phase nicht angemessen von der öffentlichen Hand unterstützt werden, befürchte ich, dass manche nach dem Ende dieses neuerlichen Lockdowns nicht mehr aufsperren werden. Sicherlich geht die Gesundheit vor, man muss aber auch leben und arbeiten können“, so Handelskammerpräsident Michl Ebner.

In den vergangenen zehn Tagen hat das Land Südtirol mit der heutigen Verordnung bereits vier verschiedene Verordnungen erlassen. “Diese Verordnungsflut verunsichert die Menschen und Unternehmen stark.”

Auch Österreich hat aufgrund der angespannten Corona-Lage bereits seit heute Gastronomiebetriebe, Thermen und Hotels zur Schließung gezwungen. “Die österreichische Bundesregierung hat jedoch darüber hinaus angekündigt, die Umsatzausfälle der betroffenen Unternehmen mit bis zu 80 Prozent zu ersetzen. Zur Berechnung werden die Umsätze vom Jahr 2019 herangezogen. Pro Betrieb gibt es maximal 800.000 Euro. Auch für den Handel, der in Österreich zwar offenhalten darf, aber mit starken Einschränkungen konfrontiert ist, sind Unterstützungsmaßnahmen geplant”, so die Handelskammer.

„Österreich setzt für die betroffenen Unternehmen mit dem Umsatzersatz von bis zu 80 Prozent im November das richtige Signal in dieser schwierigen Zeit. Auch die Südtiroler Betriebe benötigen für November einen Umsatzersatz in dieser Größenordnung, wobei es vor allem wichtig ist, dass dieser unbürokratisch und schnell bei den betroffenen Unternehmen ankommt“, so Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer Bozen.

Auch in Deutschland will die Bunderegierung den vom Lockdown besonders betroffenen Unternehmen bis zu 75 Prozent des Umsatzes vom November des Vorjahres erstatten. Insgesamt sind diesbezüglich Finanzhilfen bis zu zehn Milliarden Euro geplant.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

35 Kommentare auf "Handelskammer fordert für betroffene Betriebe einen Umsatzersatz von bis zu 80 Prozent"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
ghostbiker
ghostbiker
Superredner
20 Tage 21 h

In gonzn Sommer die Budn olle voll u.iatz schun wieder jammern

AlleswisserSuperhirn
20 Tage 20 h

Voll ist relativ.

einesie
einesie
Tratscher
20 Tage 20 h

hon ginau is gleiche gidenkt…
80% fan leschtn johr mochatnse a wenn olls offe war nie weil di leit sowieso wieniga ausn haus gien.

Tantemitzi
Tantemitzi
Universalgelehrter
20 Tage 20 h

….. weniger ausn Haus gion UND weniger Geld hom!

primetime
primetime
Universalgelehrter
20 Tage 18 h

@ghostbiker Red keinen schmarrn bitte. Erweitert mal euren Horizont, es gibt abseits Tourismums auch noch andere Branchen!

tobi1988
tobi1988
Grünschnabel
20 Tage 21 h

Den ganzen Sommer volle Bude u. jetzt im November wo eh nichts los ist wird da so rum gejammert.

AlleswisserSuperhirn
20 Tage 20 h

Versetzt di mol in die Loge der Geschäftlait, nor tasch nimmr so groas redn!

Tantemitzi
Tantemitzi
Universalgelehrter
20 Tage 20 h

Versetz du di amol in die Loge von die Ungstelltn ….. noa tasch a nimma groass redn! Es gibt a Gschäftslait de koan Miete zohln und koane Ungstelltn hom ….. Und wenn ist Gschäft zui isch brauchts a weder Strom und Heizung no Telefon! Die Ungstelltn de ohne Geholt dohoam sein hom ihre Spesen obo dechto und eher mehr!

AlleswisserSuperhirn
20 Tage 19 h

@Tantemitzi Natürlich maisn die Ungstelltn a vergütet werdn. Deswegen die Lohnausgleichskasse. Ober de Gschäfte de wos in Miete sein?

Tiroler Adler
Tiroler Adler
Grünschnabel
20 Tage 21 h

Und wer unterstützt die orbatnehmer?

sophie
sophie
Superredner
20 Tage 20 h

Niamand hilft ins, weil mir san is leschte Radl van Gonzn Wirtschoftssystem

primetime
primetime
Universalgelehrter
20 Tage 18 h

Genau, wir sind die Trottel vom Dienst. Aber munter weiter den Lockdown fordern…

Brixbrix
Brixbrix
Superredner
20 Tage 21 h

wenn i 80 % kriag , sem bleib i gearn dahoam, besser kannts sem nia gian

sophie
sophie
Superredner
20 Tage 20 h

Jo jo mir kriagn ban Lohnausgleich et amol 50% van Geholt und niamand kümmert sich darum

primetime
primetime
Universalgelehrter
20 Tage 18 h

70% miasatns sein – nichtsdestotrotz bleiben die zu tätigen Ausgaben 100%

Zugspitze947
19 Tage 16 h

primetime : das ist gelogen ! Wenn du zumachst brauchts KEINEN-Strom- Wasser- Benzin usw…….. 🙁

elvira
elvira
Universalgelehrter
20 Tage 21 h

kriag i als ungstellte nor a 80% fa mein geholt im lohnausgleich?

sophie
sophie
Superredner
20 Tage 20 h

Na glab i kaum, weil mir om in Frühjohr knopp 700€ afn Lohnstreifn kop ban Lohnausgleich, obbo ginauis was i a net, hon lei di Schnauze voll

Lorietta12345678
20 Tage 21 h

In Deutschland wird das genau so gemacht. Das ist wichtig, ansonsten rollen die Kündigungen nach dem Schutz nur so.

meinungs.freiheit
meinungs.freiheit
Superredner
20 Tage 18 h

Deutschland hat sozusagen keine Staatsverschuldung und kann sich viel mehr leisten. Hier sind 80% vielzuviel für den Handel, müssen ja zuerst die sozial Schwachen, Familien usw unterstützt werden.

Zugspitze947
19 Tage 16 h

Also keine Staatsverschuldung in Deutschand wäre schön ! Aber Dank der vielen Kredite unter anderem an ITALIA und Andere haben wir ganz schön Schulden 🙁

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Universalgelehrter
18 Tage 10 h

@meinungs.freiheit….😭😭 nur gut 2.200 Milliarden !!!! und jede Sekunde !! um 10.424 Euro ansteigend.

Storch24
Storch24
Kinig
20 Tage 21 h

Ich würde das doppelte ausbezahlen, das sie 2019 eingenommen haben. Der Rest ist Schmerzensgeld 😁😁

Lion18
Lion18
Tratscher
20 Tage 20 h

80% jo fahlts iats komplett? Merst kuen Geld ummer Ihre wortn olm no af die ersten Unterstützungen!

primetime
primetime
Universalgelehrter
20 Tage 18 h

Richtig, fahlts iats komplett? Wenn mir ein Politiker sagt ich MUSS schließen und habe große Einbußungen dann erwarte ich auch eine gerechte Unterstützung

falschauer
20 Tage 20 h

das ist alles gut und recht, die beiträge sollten jedoch an hand der steuererklärung 2021kompensiert werden müssen, denn ich sehe nicht ein dass ein betrieb der einen gewinn erwirtschaftet hat, beiträge auf kosten der steuerzahler kassiert und das sind gar einige unternehmen, welche von der krise wenig bzw nicht betroffen werden

So ist das
So ist das
Universalgelehrter
20 Tage 20 h

Wer jetzt von den Lobbys laut jammert, kriegt mehr 🤔

Plodra
Plodra
Grünschnabel
20 Tage 20 h

Knifflige Frage: Inwiefern werden auch die Produktionskosten berücksichtigt bzw. ist das so zu verstehen, dass der 75%-ige Umsatzersatz auch eine Gewinnsubventionierung einschließt?

OrB
OrB
Universalgelehrter
20 Tage 18 h

Die Arbeitnehmer fordern auch Zahlungen für deren Ausfälle!!
Noch nicht mal zugesperrt und schon geht das Gejammere los.

Mac
Mac
Tratscher
20 Tage 19 h

Jeder sollte soviel bekommen das er 1 die ganze Miete bezahlen kann, die ganzen anderen kosten und 600€ Basta, jeder unternehmer wird sich diese 3 wochen auch noch leisten können ansonsten hat er schlecht gewirtschaften!, keiner brauch 80% Und ha mich betrifft es auch

Stadtler
Stadtler
Tratscher
20 Tage 14 h

Wenn ein Unternehmer die Belegschaft in Lohnausgleich schickt, weniger Waren einkaufen muss, da er ja weniger verkauft hat und dann noch 80% vom Vorjahresumsatz bekommt, würde er unterm Strich sicher mehr verdienen…

Ingalingreichts
Ingalingreichts
Grünschnabel
20 Tage 18 h

80% vom letztn johr werd gfordert? Ohne ausgobn? Sell war jo super! Brauchn kuan strom, usw. kuane bestellungen, also nettogewinn pur, mitn nix tian?

Lucifer_Morningstar
20 Tage 18 h

Wenn die betriebe 80% vom umsatz erhalten dann sollen die auch 80% vom lohn bezahlen nit das immele infollt die ungstelltn in lohnausgleich zu schicken.

Wo solln des geld lei herkemmen… irgendjemand werds zruckzohlen miassen und die inflation wos af ins zuakimp werd hoach werden…..

Server
Server
Superredner
20 Tage 17 h

Ich verlange für jeden von uns einen Umsatzersatz bzw. das Grundeinkommen. Wo bleibt denn der “reddito di cittadinanza”?

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Universalgelehrter
18 Tage 11 h

Kenne den Tourismus in Südtirol schon “ein paar Tage”. Der Monat November ist mit Abstand der “toteste” ⚰⚱des ganzen Jahres. Also, 80% von wenig bis nichts, ist noch weniger bis nichts

wpDiscuz