Urlaubsgenuss und Arbeit miteinander verbinden

Neuer Trend „Workation“ kommt nach Südtirol

Donnerstag, 26. August 2021 | 12:19 Uhr

Bozen – Fern von zuhause arbeiten – mit atemberaubendem Blick auf Südtirols Bergspitzen, Seen oder Städte: Das ist das Angebot, das IDM Südtirol in einer Offensive für Menschen aus aller Welt lanciert, die nicht an einen bestimmten Arbeitsplatz gebunden sind. Damit greift IDM den aktuellen „Workation“-Trend auf – also die Mischung zwischen Work (Arbeit) und Vacation (Urlaub) – und bietet Interessierten auf einer eigenen Landingpage und mittels Welcome Desk gezielte Informationen und persönliche Hilfestellung. Dabei arbeitet man eng mit „Südstern“ zusammen, dem Netzwerk der Südtiroler im Ausland, über dessen Kontakte man gezielt potenzielle „Workationer“ aus entfernteren Ländern anspricht. Diese neue Zielgruppe ist vor allem durch eine lange Aufenthaltsdauer und spannende Networking-Möglichkeiten für die Südtiroler Wirtschaft interessant und kann zudem zu einer besseren Auslastung der Randsaisonen beitragen.

Schon vor der Pandemie haben viele Menschen die Möglichkeiten des Smart Working für sich entdeckt, bei dem sie ihren Arbeitsplatz auch für längere Zeit an einen beliebigen Ort verlegen können. Seit den Lockdowns ist diese Art der Fernarbeit für viele Unternehmen wie etwa den Streamingdienst Spotify, das IT-Unternehmen Hewlett Packard oder den Softwarekonzern SAP zum Standardangebot geworden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können somit entscheiden, Urlaub und Arbeit miteinander zu verknüpfen und so interessante neue Orte zu entdecken und neue Erfahrungen zu sammeln, während sie gleichzeitig effizient vom Urlaubsort aus weiterarbeiten. Auch viele selbständig Tätige greifen heute gerne auf diese Möglichkeit zurück.

„Hier tut sich eine interessante Chance für Südtirol auf, denn wir wissen aus Studien, dass Destinationen wie Südtirol mit einem Mix aus einzigartiger Natur und modernem Lebensstil mit sehr guter Infrastruktur und hochstehendem kulinarischen Angebot von ‚Workationern‘ besonders gesucht werden“, sagt IDM-Marketingdirektor Wolfgang Töchterle. „Für Südtirol wiederum heißt das, dass wir eine neue, zum Großteil sehr zahlungskräftige Zielgruppe ansprechen, die sich je nach Herkunftsland wochen- oder sogar monatelang hier aufhält und die lokalen Infrastrukturen und Dienstleistungen beansprucht. Und das vor allem in den Randsaisonen.“ Da vorwiegend Einzelpersonen und nicht ganze Unternehmen durch dieses Angebot angezogen werden, würden diese mit ihrem Job auch ihr Netzwerk nach Südtirol mitbringen, von dem auch die heimische Wirtschaft profitieren könnte: „Der ‚Workationer‘ ist kein einsamer Arbeiter im Hotelzimmer. Er möchte sich mit Gleichgesinnten verbinden und austauschen und sucht den Kontakt zur lokalen Szene. Deshalb ist die Nähe von Unterkunftsbetrieben, die selbstverständlich über essentielle Services wie performantes WLAN oder einen Wäschereiservice verfügen müssen, zu Coworking-Spaces wichtig“, so Töchterle.

Gerade jüngere Talente wie die sogenannten Millennials sind sehr an dieser Art des Arbeitens interessiert, die den Horizont stark erweitere, weiß „Südstern“-Mitglied Alex Nigg. Der gebürtige Meraner ist CEO des Start-ups „Properly“, das Anbieter von Ferienunterkünften über eine Online-Plattform mit für ihre Arbeit wichtigen Dienstleistern zusammenbringt und Mitarbeiter in den USA, Indien, Spanien, Tschechien, Italien, Neuseeland, auf den Philippinen und in Südtirol hat. „Wir beschäftigen Menschen, die von allen Teilen der Welt aus arbeiten. Die modernen Kommunikationstechnologien machen das möglich, und für viele vor allem jüngere Mitarbeiter ist zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten mittlerweile essentieller Bestandteil ihres Arbeitsmodus“, erklärt Nigg. Gerade in der Technologiebranche sei der Trend zum Smart Working sehr stark, und viele Menschen in dieser Szene würden sich nach einem Arbeitsambiente sehnen, wie es Südtirol zu bieten hat. „Wir als ‚Südsterne‘ sind hier ein wichtiger Hebelpunkt, weil wir das Land natürlich schon kennen und schätzen und unser Netzwerk nutzen können, um dort die Destination ins rechte Licht zu setzen und auf dieses Angebot hinzuweisen“, so Nigg.

Letzteres hat sich auch IDM zur Aufgabe gemacht, indem sie eine eigene Landingpage mit den wichtigen Infos für „Workationer“ konzipiert hat, die vor Kurzem online gegangen ist. Unter www.suedtirol.info/de/workation gibt es Infos zu Themen wie Unterkunftssuche, Coworking-Spaces in Südtirol, Versicherungen, rechtliche, steuerliche und gesundheitliche Belange oder auch zu Südtirols Sprache und Kultur und zum Erlebnis Südtirol. Zusätzlich wurde ein Welcome Desk bei IDM installiert, der „Workationern“ telefonisch oder per E-Mail Hilfestellung gibt bei allen Fragen, die rund um einen „Workation“-Aufenthalt in Südtirol auftauchen können. Eine Online-Kampagne in den sozialen Medien und Google macht in den Kernmärkten Deutschland, Österreich, Schweiz und in Italien Interessierte, die für mehrere Tage oder auch in der Gruppe ins Land kommen könnten, auf Südtirol als „Workation“-Destination aufmerksam. Die Zielgruppe aus weiteren Ländern wie Vereinigte Staaten, Benelux oder Skandinavien – vorwiegend Personen aus der Technologiebranche, für die längerfristige Aufenthalte von Wochen oder Monaten interessant sind – wird hingegen über das Netzwerk von „Südstern“ erreicht. Im Herbst folgt dann ein so genanntes „Workation Popup Event“ im Vorfeld des Merano WineFestival. Ziel dieser „WineWorkation“ ist es, Besucher des WineFestival bereits einige Tage vorher ins Land zu locken, um hier zu arbeiten und sich bei verschiedenen Events und organisierten Touren miteinander zu vernetzen. Die Daten und Ergebnisse aller Aktivitäten zum Thema werden Ende des Jahres ausgewertet. Bei einem positiven Abschluss der Testphase soll das Gelernte in weitere Aktivitäten fließen, welche entsprechend schon im Frühjahr folgen sollen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

23 Kommentare auf "Neuer Trend „Workation“ kommt nach Südtirol"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Faktenschlecker
Faktenschlecker
Grünschnabel
29 Tage 22 h

mir sein schun voll.bitte keine weitere werbung.bol wia in marrakech do

natan
natan
Superredner
29 Tage 20 h

I hät no Plotz, mochts lei weiter Werbung danke 🤗

PuggaNagga
29 Tage 18 h

@Schlecker
Zahlungskräftige Gäste sollen und dürfen kommen.
Die klassischen billig Turista ala „un panino in quattro“ oder einen „Café in due“ sollen zuhause bleiben, die brauchen wir nicht.
Die bringen nur Müll, Gestank, Lärm und Casino für nichts.

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
29 Tage 15 h

Faktenschlecker, der Unterschied zwischen hier und Marokko ist: sind voll von Covid und veröffentlichen tun sie nichts!

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
29 Tage 15 h

@PuggaNagga mir kommt nicht vor, dass die Menschen welche hier leben recht Umweltbewusst leben. Viele kennen das Wort Mülltrennung gar nicht. Lieber rennen sie Nachts mit ihren Müllsäcke auf die Strasse!

berthu
berthu
Universalgelehrter
29 Tage 6 h

@Trina1
…weil die Säcke morgens früh dort abgeholt werden?

PuggaNagga
29 Tage 29 Min

@trina
Dann sieh dich mal nach Abreise der „Gäste“ auf den Wild-Campingplätzen um!
Da sieht es aus…

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Universalgelehrter
29 Tage 19 h

Die Leute sollen am Arbeitsplatz arbeiten. Alles andere ist eine halbe Sache.

PuggaNagga
29 Tage 18 h

@peterschlemihl
… Sagt ein Fliesbandarbeiter oder typischer „8-12 13-17 Uhr Angestellter“ der Tag ein und aus das selbe macht.
Kreative und erfinderische Menschen benötigen Tapetenwechsel. Die blühen erst richtig auf.

EQ
EQ
Grünschnabel
30 Tage 10 Min

Top Sache

genau
genau
Kinig
29 Tage 20 h

Also ich finde es ist eine gute Idee! 👍
Man muss eben mit der Zeit gehen! 😊👍

primetime
primetime
Kinig
29 Tage 20 h

Blödsinniger Trend. Im Urlaub sollte man – normalerweise – vom der Arbeit abschalten und nichts damit zu tun haben.
Die Realität ist oft halt komplett anders….

PuggaNagga
29 Tage 18 h

@primetime
Das verstehst du nicht. Gerade in Urlaubsstimmung hat man die besten Ideen. Was mit guter Stimmung und flair in kreativen Hirnen abgeht ist unglaublich.
Für manche ist ihr Arbeit ihr ganzes Leben, die können gar nicht anders. Die Leben für ihre Arbeit.

primetime
primetime
Kinig
29 Tage 15 h

Und trotzdem sollte man von dem Arbeitsalltag mal abschalten. Da kann ich ein Lied davon singen – ich nehm mir im Jahr vielleicht 1 Woche Urlaub und in dieser Zeit werde ich des öfteren angerufen und hab generell die Gedanken immer bei der Arbeit. Wenn ich zurückkomme hab ich mehr Arbeit am Hals und der Urlaub war “umsonst”, also verzicht ich mittlerweile lieber.
Dieses Konzept ist regelrecht die Erweiterung von wegen immer erreichber, zu jeder Uhrzeit bereit auch mal zu arbeiten.
Da wird man sich nicht wundern wenn es ausartet und immer mehr Burnout Fälle gibt

Zefix
Zefix
Superredner
29 Tage 13 h

jo wenn a jack orbeit hosch sem glab is:D ober stell dir vor monche hobm a orbeit de man so gern mocht wia a hobby 😉

primetime
primetime
Kinig
29 Tage 3 h

Nein keine Kack Arbeit

Inve
Inve
Neuling
29 Tage 22 h

endlich hat es auch Südtirol verstanden! 

Susi
Susi
Tratscher
29 Tage 19 h

Workation – vor allem die ganzen Beamten im Homeoffice, die man nicht mal mehr telefonisch erreicht, geschweige denn irgendwann im Büro. Wohl mehr vacation statt work

frankyfaz
frankyfaz
Grünschnabel
29 Tage 16 h

Hauptsache Geld Geld Geld….und dafür ist jedes Mittrl recht. So traurig wie gierig unsere Gesellschaft geworden ist. Corona hat nix verändert….so meinte man doch mal das sich Hektik und Rythmus beruhigen und entschleunigen weil wir ja so viel gelernt haben. Jedoch ist das Gegenteil eingetreten und nicht nur unsere Leitlen sein davon betroffen sondern jetzt holmer noch die anderen aus aller Welt dei net amol im Urlaub a Ruhe geben können. Und dann wollten wir ja noch die Natur retten….no way so wird das nix…..traurig.

tutu
tutu
Grünschnabel
29 Tage 18 h

I find des a tolle Soche … Arbeiten und donn sondern, schwimmen oder sonst was. Laut Motto: ” Arbeiten wo andere Urlaub machen”

Rosenrot
Rosenrot
Superredner
29 Tage 19 h

Und irgendwann übernimmt der Roboter die Arbeit der Menschen, dann braucht es sie überhaupt nicht mehr. Ja was denn noch alles!

Londesungstellter
Londesungstellter
Grünschnabel
29 Tage 19 h

Sesselwärmer gibs jo genua, ba des net aufollt ob se orbeitn oder net….

nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
29 Tage 5 h

Wenn die Leute jetzt auch schon zum Arbeiten zu uns kommen, haben wir hier bald überhaupt keine Ruhe mehr…

wpDiscuz