Baukollegium zufrieden

Sicherung mineralischer Rohstoffe als strategisch für Entwicklung Südtirols anerkannt

Montag, 06. Juli 2026 | 11:08 Uhr

Von: mk

Bozen – Mit der Genehmigung des Omnibusgesetzes wurde auch in Südtirol, so wie z.B. in Österreich und Bayern, beschlossen, dass die ausreichende Sicherung mit mineralischen Rohstoffen im öffentlichen Interesse ist. Dies sei ein wichtiger Schritt und ein für ganz Südtirol positives Signal, wie der Präsident des Baukollegiums, Christian Egartner, betont: „Damit wird die strategische Bedeutung der ausreichenden Versorgung Südtirols mit mineralischen Rohstoffen wie Sand, Kies und Steinen anerkannt. Dies ist zentral, um nicht von Importen in diesem Bereich abhängig zu sein. Importe, die sicher nicht im Sinne der Nachhaltigkeit wären.“

Egartner unterstreicht, dass durch die Anerkennung des öffentlichen Interesses keine Nachteile für die Umwelt oder die Bevölkerung entstehen: „Die Umweltausgleichsmaßnahmen müssen so wie bisher garantiert werden.“

Begrüßt wird vom Baukollegium zudem die im Gesetz vorgesehene periodische Erhebung des Bedarfs und der Versorgungssituation mit mineralischen Rohstoffen in Südtirol. „Die Bedarfserhebung sehen wir als zentrales Instrument an. Durch klare Daten und Fakten kann festgestellt werden, ob für die Versorgung Südtirols ausreichend mineralische Rohstoffe zur Verfügung stehen. Dadurch kann gegebenenfalls auch möglichen Preissteigerungen vorgebeugt werden, die sich durch eine Knappheit bzw. die Abhängigkeit von Importen ergeben würden“, so Christian Grünfelder, Präsidiumsmitglied des Kollegiums mit Vollmacht zum Thema Steinbrüche und Gruben.

In Anbetracht einer grundsätzlich positiven Bewertung der Gesetzesänderung bedauert das Baukollegium jedoch die Streichung des Absatzes, mit welchem bei der Genehmigung neuer Gruben und Steinbrüche die Nachhaltigkeit in allen drei Säulen bewertet werden sollte. „Es zählen nicht nur der Umweltaspekt, sondern auch der soziale und der wirtschaftliche Aspekt. Die Nachhaltigkeit muss immer als Ganzes gesehen werden. Das Gleichgewicht zwischen Umwelt, Sozialem und Wirtschaft ist grundlegend, damit Südtirol als Gesamtes seinen Standard halten bzw. sich entwickeln kann. Die gestrichene Bestimmung ging in diese Richtung. Wir hoffen, dass dieser Aspekt künftig berücksichtigt werden kann“, so Egartner und Grünfelder.

Für die Zukunft regt das Baukollegium an, immer auch unter Berücksichtigung der drei Säulen der Nachhaltigkeit, die Erweiterung bestehender Torfstiche wieder möglich zu machen, denn gerade für die Ablagerung von unbedenklichem Aushubmaterial wäre dies laut Baukollegium wichtig.

Bezirk: Bozen

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