Auch heuer gelten Zugangsbeschränkungen

Wer zu den Drei Zinnen will, muss buchen

Samstag, 23. Mai 2026 | 17:11 Uhr

Von: mk

Sexten/Auronzo – Die Drei Zinnen gelten als Wahrzeichen Südtirols und sind wohl eines der beliebtesten Postkartenmotive im Land. Doch auch heuer setzt die Gemeinde Auronzo im Belluno wieder auf Zugangsbeschränkungen. Wer mit dem Auto anreist, muss 40 Euro Zahlen – wie im letzten Jahr.

Die Sommersaison beginnt: Mit den steigenden Temperaturen zieht es wieder zahlreiche Wanderer und Urlauber in die Dolomiten. Zum Auftakt setzen die Verantwortlichen erneut auf das im Vorjahr eingeführte Online-Buchungssystem mit Kontingentierung. Ziel ist es, den enormen Besucheransturm zu den Drei Zinnen nachhaltig zu steuern und auf diese Weise zum Schutz des UNESCO-Welterbes beizutragen.

Nach der erfolgreichen Testphase im vergangenen Jahr zieht der Bürgermeister von Auronzo, Dario Vecellio Galeno, eine durchwegs positive Bilanz. „Das System hat sich bewährt. Wir konnten die Verkehrslage in Misurina deutlich beruhigen und lange Staus vor den Mautschranken komplett eliminieren. Die Rückmeldungen der Besucher waren äußerst positiv“, erklärt der Bürgermeister gegenüber dem Corriere.

Durch die Vorab-Reservierung gelinge es, die Touristenströme gleichmäßiger über den Tag zu verteilen. Für das laufende Jahr wird mit ähnlich hohen Buchungszahlen wie im Vorjahr gerechnet. Allein für das erste Wochenende lagen am Freitagabend jeweils 400 Reservierungen pro Tag vor.

Die Tarife für die Zufahrtsstraße bleiben unverändert: Neben 40 Euro für Pkw müssen Motorradlenker 26 Euro und Wohnmobile 60 Euro zahlen. Für Busse kostet die Durchfahrt bis zu 160 Euro.

Die Einnahmen fließen laut Gemeindeverwaltung direkt in den Erhalt der Infrastruktur im Gebiet und den Ausbau lokaler Dienstleistungen. Auch Schulen und soziale Projekte der Gemeinde würden davon profitieren.

Hintergrund der strengen Regelung ist nicht zuletzt auch der Klimawandel, der sich in den Bergen ebenfalls bemerkbar macht. Die Bedingungen in den Dolomiten werden zunehmend komplexer. Die Bergwelt zeigt sich zunehmend als fragiles Ökosystem, das gleichzeitig auch weniger berechenbar wird.

Bezirk: Pustertal

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