Von: mk
Ovindoli – Während wir in Südtirol monatelang auf Niederschlag gewartet haben, werden andere Regionen in Italien mit ungewöhnlich viel Schnee regelrecht überhäuft, wie dies etwa im Piemont der Fall ist. Aber auch in Rimini hat es im Dezember und im Jänner mehr geschneit als bei uns im Unterland. Nicht immer sind Autofahrer auf solche Situationen angemessen vorbereitet, wie eine durchaus brenzlige Situation in Ovindoli in der Provinz L’Aquila in den Abruzzen zeigt.
Am Sonntag um die Mittagszeit verwandelte sich dort die Heimfahrt vom Skigebiet in Richtung Ortszentrum in einen gefährlichen Hindernisparcours. Ein Verkehrsunfall löste völliges Chaos auf der Straße aus und legte den Verkehrsfluss weitgehend lahm. Wie ein Beobachter auf Facebook schreibt, war ein Fahrzeug für den Unfall verantwortlich, das ohne die vorgeschriebene Winterausrüstung unterwegs war. Weder waren Winterreifen montiert, noch befanden sich Schneeketten an Bord.
Trotz der offensichtlichen Gefahren ignorieren viele Autofahrer die Risiken und überschätzen ihr eigenes Fahrtalent. Eine Straße wie in Ovindoli wird auf diese Weise schnell zu einer Art „russischem Roulette“ auf dem Asphalt.
„Die geltenden Normen zur Winterausrüstung sind keine bürokratischen Schikanen. Es sind Regeln, die auf schmerzlichen Erfahrungen beruhen – geschrieben von Betroffenen, die am eigenen Leib erfahren mussten, was es bedeutet, auf einer vereisten Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug zu verlieren“, schreibt ein User auf Facebook.
Dieser Vorfall verdeutliche, dass es bei der Winterreifenpflicht um weit mehr als nur empfindliche Bußgelder geht. Wer bei Schnee und Eis ohne angemessene Ausstattung fährt, setze nicht nur sein eigenes Leben aufs Spiel, sondern gefährde alle anderen Verkehrsteilnehmer.
„Erst wenn der Unfall passiert ist, ist die Überraschung groß und der Ruf nach Verantwortung laut. Doch die Erfahrung zeigt: Sobald die Temperaturen morgen erneut sinken, beginnt das riskante Spiel oft von vorn“, meint der User bitter.
Auch am Kreuzbergpass in Sexten sind am Sonntag kürzlich mehrere Pkw steckengeblieben, die mitten im Winder mit Sommerreifen unterwegs waren.




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