Von: ka
Crans-Montana (CH)/Rom – Angesichts der Tatsache, dass es sich bei vielen Opfern der Tragödie in Crans-Montana um Italiener handelt, steht das Land unter Schock.
Italiens Außenminister Antonio Tajani erklärte, dass mehr als ein Dutzend Landsleute im Krankenhaus liegen und mindestens ebenso viele nach dem Unfall in der Bar in Crans-Montana vermisst werden. „Leider sind Italiener unter den Opfern des verheerenden Brandes in Crans-Montana“, sagte Tajani in einem Telefoninterview mit Rete 4 und fügte hinzu: „Ein Dutzend Italiener“ seien „in verschiedenen Krankenhäusern untergebracht“, vielleicht fünfzehn.

Über das Schicksal der Gäste, die sich in der Bar Le Constellation in dem Schweizer Skiort aufgehalten hatten, um Silvester zu feiern, herrscht noch große Ungewissheit. Die Zahl der Todesopfer liegt derzeit bei 47 und könnte bald noch weiter steigen. Es gibt mehr als hundert Verletzte, und Dutzende werden noch vermisst. Unter den italienischen Gästen gelten „etwa fünfzehn Personen als vermisst, eine Zahl, die leider noch steigen wird“, räumte der Minister ein.
Tajani gab einige zusätzliche Details zum Zustand der Verletzten bekannt. „Das Mailänder Krankenhaus Niguarda wird drei Schwerbrandverletzte aus der Schweiz aufnehmen“, erklärte er im Gespräch mit Rete 4.
Die Rettungs- und Krankentransportmaßnahmen sind noch im Gange. Tajani fügte hinzu: „Hubschrauber starten gerade aus der Lombardei, um die Verletzten abzuholen. Denn leider gibt es so viele, dass auch die Schweizer Krankenhäuser überlastet sind.“
Zudem werden spezialisierte Abteilungen für die Behandlung von Brandverletzten benötigt. Der Minister fügte hinzu: „Wir haben diese Flüge organisiert. Wir wissen nicht, ob die Verletzten, die ankommen werden, Italiener sind oder nicht. Wir helfen aus Solidarität angesichts dieser Tragödie. Ich hoffe, dass es keine Todesopfer gibt, aber wir können nichts ausschließen.“
Am späten Nachmittag korrigierte der italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, die Zahl der Vermissten erneut nach oben: „Derzeit sind es neunzehn.“ Mehrere verletzte italienische Staatsbürger wurden in verschiedenen Schweizer Krankenhäusern in Sion, Zürich und Lausanne behandelt.
Ihre Familienangehörigen haben sich im Informationszentrum versammelt, das vom Krisenstab des Außenministeriums in Crans-Montana eingerichtet wurde. Italien hofft, doch die italienischen Behörden müssen angesichts der zahlreichen noch vermissten Personen mit dem Schlimmsten rechnen.




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