Sanitätsbetrieb mit Errichtung des Dienstes beauftragt

Die neue Notrufnummer kommt

Donnerstag, 01. Dezember 2016 | 19:35 Uhr

Bozen – Nun ist es fix: Die neue einheitliche Notrufnummer kommt und der Sanitätsbetrieb hat bei der Einrichtung dieses neuen Dienstes eine zentrale Rolle inne. Heute trudelte das diesbezügliche Schreiben vonseiten der Landesrätin für Gesundheit, Martha Stocker. und des Landesrates für Zivilschutz, Arnold Schuler, in der Direktion des Betriebes ein. Generaldirektor Thomas Schael informierte darüber in der monatlich stattfindenden Sitzung der Betriebsdirektion mit den Gewerkschaftsvertretern.

Der Sanitätsbetrieb wurde mit dem Schreiben beauftragt, das Planungskonzept für die Einführung der einheitlichen Notrufnummer 112 zu erstellen; dieses Konzept muss logistische und organisatorische Fragen genauso klären wie jene der Personaleinsatzplanung und –ausbildung. Die Landesregierung hat unterdessen zugesagt, zur Deckung des zusätzlichen Personalbedarfs eine Aufstockung um 15 Vollzeit-Mitarbeiter bis zur 5. Funktionsebene zu genehmigen. Die Einheitliche Notrufnummer dient in der Anfangszeit als „Eingangskanal“, der die einzelnen Anrufe auf die jeweiligen Einsatzkräfte verteilt. Der Bürger hat den Vorteil, nicht mehr im Voraus entscheiden zu müssen, welche Notrufnummer er wählt.

Digitalisierungs-Beschluss in trockenen Tüchern

Im Rahmen der Sitzung konnte Generaldirektor Thomas Schael auch den so genannten „Operativen ICT-Masterplan“ vorstellen. Dadurch hat der Betrieb erstmals eine mittelfristige Planung im EDV erarbeitet, die für den Dreijahreszeitraum die prioritären Projekte und Maßnahmen vorsieht. Der Plan legt für jede Aktivität die zu erwartenden Kosten und nötigen Ressourcen fest und erläutert, wer die Umsetzung schultern wird: die interne IT-Abteilung, die „Mischgesellschaft“ SAIM oder eine, über eine Vergabe zu ermittelnde, externe Firma. Möglich ist die IT-Offensive nur dank der Zusatzfinanzierung von Seiten der Südtiroler Landesregierung in der Höhe von rund 30 Millionen Euro. Die Umsetzung des EDV-Masterplanes verursacht zusätzliche Kosten in den Jahren 2018-2019 von zirka 20 Millionen Euro, die noch durch den Landeshaushalt finanziert werden müssen.

Standardkosten-Projekt

Hinsichtlich des Standardkosten-Projektes, landläufig als „Pasdera-Studie“ bezeichnet, stellte Generaldirektor Thomas Schael klar, dass er an größtmöglicher Transparenz interessiert sei. Aktuell liegt nur die Auswertung für 2013 vor; im Jahr 2014 wurde keine Ausarbeitung der „Rohdaten“ durchgeführt. Die Daten für 2015 werden derzeit validiert und in das System eingespeist, um in weiterer Folge ausgewertet zu werden. „Uns interessiert aber nicht der Vergleich einzelner Krankenhausabteilungen (Wer ist besser, wer ist schlechter!), sondern eine behandlungsbezogene Sichtweise und der Vergleich auf Systemebene: Wie gut ist der Sanitätsbetrieb im Vergleich zu vergleichbaren Sanitätsbetrieben und Regionen?“, erläuterte Generaldirektor Thomas Schael: „Wir müssen verstehen, wie effizient und effektiv wir beispielsweise in der Behandlung der Diabetespatienten im Vergleich zu anderen Betrieben sind.“

Diverse Themen

Eine Reihe von offenen Fragen (Anstellung der neuen Ärzte; Weiterbildungsfonds; Riskmanagement; …) wurden ebenfalls besprochen und teils den technischen Arbeitstischen zugewiesen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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10 Kommentare auf "Die neue Notrufnummer kommt"


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franzsimmer
Neuling
4 Tage 2 h

Ist das ein Scherz? Weil die Nummern umgestellt werden, müssen 15 Leute mehr angstellt werden? Schafft es ein Angestellter allein nicht, statt der Feuerwehr die Bergrettung zu informieren. Na bestens 

el_tirolos
Neuling
3 Tage 23 h

amol nochdenkn vielleicht?
die notrufzentrale isch et la 8h pro tog fa mo-fr offe wia a normalo Betrieb… wenne la amo nochrechnsch noa brauchs pro tog und pc 3 leit zi je 8 Stundn. nochdem obbo ba ando nochtschicht/wochnendschicht mear freie toge ingeplant sein sein do et in amol 15 leit sondon de leit af meara toge augetalt. nochdem obbo iatz a di notrufe fado Polizei af de nummo kem brauchs iatz meara leit… bitte amol denkn vorman schreib…

3 Tage 23 h

@el_tirolos Net gonz. Vorher hots für boade Dienste an Haufn Mitarbeiter gebraucht um rund um die Uhr Erreichbarkeit zu gewährleisten. Sell war noch der Zusommenlegung durch oan Team bereits erfüllt, es brauch lei a poor Leit mehr um zeitgleiche Unruafe zu beontworten.

ArMan
Neuling
4 Tage 38 Min

Was nützt uns die neue Notrufnummer wenn jeder nur mehr genau das tut für was er zuständig ist , kein hilfeschrei mehr gehör findet , wenn zb wie heute am krankenhaus Brixen den ganzen Tag vor dem Haupteingang ein haufen erbrochenes liegt und jeder geht vorbei . Auf meinen Hinweis an den Portier wurde mitgeteilt , er hätte es schon 2 mal gemeldet . Sehr gutes Bild !!

HuiBuh
Grünschnabel
3 Tage 13 h

Für was bitte soll eine “Notrufnummer” alles zuständig sein? Es heißt doch “Notruf” und nicht wie in deinem Beispiel “Putzdienst”. Für die Kotze vor dem Kh ist meines Erachtens das Krankenhaus selbst zuständig und nicht das Wk, die Ff oder sonst wer. Oder sollen die mit Absauggerät, Wasserschlauch oder weiß Gott was anrücken und putzen während iwo anders ein Mensch wirklich Hilfe braucht?! Manchmal braucht man sich nicht wundern weshalb wirkliche Notrufe nicht ankommen, wenn für jeden “Furz der nicht geht” die (ab 2017) 112 gewählt wird.
Hier mal einige Beispiele der Berliner Polizei:
http://m.tagesspiegel.de/berlin/polizei-in-berlin-ein-drittel-der-notrufe-sind-quatsch/11289934.html?utm_referrer=

natan
Grünschnabel
3 Tage 15 h

ohh mein Gott, wenn der sanitätsbetrieb diese aufgabe innehat, ost sie schon im voraus zum scheitern verurteilt. Ich sehe es schon kommen, unmengen an zusatzkosten, die nicht vorhersehbar waren…

rasputin
Grünschnabel
3 Tage 18 h

und wie soll ich jetzt die carabinieri erreichen ?

witschi
Superredner
3 Tage 12 h

ruf die staatspolizei an, die verbindet dich dann mit der notrufnummer und die entscheidet dann, ob du wirklich die carabinieri brauchst und verbindet dich dann vielleicht mit der gemeindepolizei. diese wird sich dann vielleicht nicht zuständig fühlen und verbindet dich mit der staatspolizei. womit du wieder am anfang bist….

witschi
Superredner
3 Tage 14 h

wie oft wird man ab jetzt verbunden, weil sich dann niemand mehr zuständig fühlt?

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