Streit um Denkmal

„Kapuziner-Wastl“: Schützen loben Bürgermeister Roland Griessmair – und fordern Entfernung

Donnerstag, 31. August 2017 | 17:24 Uhr

Bruneck – „Eine kluge Entscheidung hat die Gemeindeverwaltung von Bruneck unter Bürgermeister Roland Griessmair getroffen, indem sie ihren Vizebürgermeister Renato Stancher zurückgepfiffen hat. Letzterer hatte kürzlich mitgeteilt, dass die Stadtgemeinde Bruneck beschlossen hätte, den Kapuziner Wastl zu reinigen und die abgetrennte Alpinifeder wieder anbringen zu lassen“, so Landeskommandant Elmar Thaler.

Die Aktion des Vizebürgermeisters sei völlig daneben gewesen, nicht zuletzt auch, weil sich das Denkmal auf Staatsgrund befinde und die Rienzstadt keinen Anlass dazu habe.

Erfreulich sei in diesem Zusammenhang die Aussage von Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder, wonach das Alpinidenkmal aus der unrühmlichen Zeit des Faschismus in eine Kaserne versetzt werden sollte. Wie richtig Durnwalder mit seiner Aussage liegt, zeige die Tatsache, dass die winzigen erklärenden Täfelchen vor dem Faschistendenkmal ohne Wirkung geblieben sind. „Ansonsten wäre wohl keinem Italiener mehr in den Sinn gekommen, ein menschenverachtendes Denkmal von Schmutz zu befreien und es wieder instand zu setzen – man hätte es dem Verfall preisgegeben“, so der Schützenbund in einer Aussendung.

Laut Schützenbund zeige Stanchers Vorpreschen, dass es in Südtirol immer noch Zeitgenossen gibt, welche sich von den faschistischen Denkmälern nicht trennen können. Somit sei der Kapuziner-Wastl das beste Bespiel dafür, dass eine Historisierung der Relikte aus vergangenen Tagen misslungen sei.

Dem Vorschlag von Ex-Landeshauptmann Luis Durnwalder schließt sich der Südtiroler Schützenbund an und fordert den Staat Italien und die Alpinivereinigung ANA auf, ihr faschistisches Denkmal in die Lugramani-Kaserne zu verlegen, wo es gereinigt und die abgeschlagene Alpinifeder wieder aufgeklebt werden könnte. Dort würden zudem auch die jährlichen Kranzniederlegungen für die Angriffskriege Italiens gegen Abessinien/Äthiopien und Russland die Öffentlichkeit nicht mehr stören.

Von: mk

Bezirk: Pustertal

Kommentare

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2 Kommentare auf "„Kapuziner-Wastl“: Schützen loben Bürgermeister Roland Griessmair – und fordern Entfernung"


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Dagobert
Dagobert
Tratscher
23 Tage 8 h

Leider blieb und bleibt es nur ein Vorschlag dieses unnütze Zeug in die Kasernen zu karren.

Oltvatrische
Oltvatrische
Grünschnabel
23 Tage 5 h

konn mi no erinnern wie er in vollo größe wor. und afn kapuzzina plotz der rießige moschtn mit die orangen liachto. wenn i mit do familie spot va an ausflug huam bin. hintn af do rückbonk holbis gschlofn. hot olm af mi an mords eindruck gimocht. und i hon olm giwisst iz seimo bold dohuam. als kind denksch do nichts. a wenns a teil va do kindheit isch. i war dofir wenn man ihn entfernat und den plotz schiana gestoltat.

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