"Längst überfällige Anpassung"

Mehr Sonderurlaub bei Krankheit des Kindes: Verbesserungen ab 2026

Mittwoch, 14. Januar 2026 | 10:54 Uhr

Von: luk

Bozen – Die Allianz für Familie in Südtirol begrüßt die auf nationaler Ebene beschlossenen Verbesserungen für Familien. Ab dem Jahr 2026 wird der Sonderurlaub bei Krankheit eines Kindes von bisher fünf auf zehn Tage pro Jahr ausgeweitet. Gleichzeitig steigt die Altersgrenze der anspruchsberechtigten Kinder von acht auf 14 Jahre. Auch beim Elternurlaub wird die Altersgrenze auf 14 Jahre angehoben.

Nach Einschätzung der Allianz für Familie handelt es sich dabei um eine längst überfällige Anpassung an die Lebensrealität berufstätiger Eltern. Die bisherigen Regelungen hätten in vielen Fällen nicht ausgereicht, um die Betreuung kranker Kinder sicherzustellen. “Die bisherigen fünf Krankheitstage pro Kind waren in vielen Fällen bei weitem nicht ausreichend und führten regelmäßig zu erheblichen Belastungen und Stresssituationen für Eltern und Kinder”, erklärt Christa Ladurner, Sprecherin der Allianz für Familie.

Künftig stehen Eltern für Kinder im Alter von drei bis 14 Jahren zehn Tage Sonderurlaub pro Kind und Jahr zur Verfügung. Die gleichzeitige Anhebung der Altersgrenze soll es Eltern erleichtern, ihre Kinder auch in späteren Entwicklungsphasen bei Krankheit zu betreuen, ohne zusätzlichen beruflichen oder finanziellen Druck zu erleben.

Den hohen Bedarf an zusätzlichen Freistellungstagen bestätigt nach Angaben der Allianz für Familie auch eine gemeinsam mit dem Verein thrive+ durchgeführte Elternbefragung in Südtirol. Viele Familien hätten darin angegeben, dass die bisherigen gesetzlichen Regelungen nicht ausreichten, um die Betreuung kranker Kinder verlässlich zu gewährleisten.

Positiv bewertet die Allianz für Familie zudem die Ausweitung des Elternurlaubs bis zum 14. Lebensjahr des Kindes. Bisher endete dieser Anspruch mit dem vollendeten zwölften Lebensjahr. Die neue Regelung soll mehr Flexibilität schaffen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern und Eltern ermöglichen, besser auf die Bedürfnisse ihrer Kinder einzugehen.

Bezirk: Bozen

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