„Wichtig ist neutrale Berichterstattung statt Hofberichterstattung“

„Ob Frau oder Mann vorne steht, ist uninteressant“

Donnerstag, 10. August 2017 | 16:16 Uhr

Bozen – „Nun wurde der Posten des Chefredakteurs bei Rai-Südtirol neu besetzt. Auf Wolfgang Mair folgt Frau Heidy Kessler und wir wünschen ihr für dieses verantwortungsvolle Amt alles Gute! Ob erstmals eine Frau auf diesem Posten sitzt, oder wie bisher ein Mann, ist für uns Freiheitliche eigentlich uninteressant. Wichtig ist nur, dass dieses verantwortungsvolle Amt mit neutraler Hand geführt wird und dass der Bürger die Garantie hat, eine neutrale Berichterstattung ins Haus zu bekommen. Eine wie auch immer geartete “Hofberichterstattung” zum Wohlgefallen der jeweils Regierenden darf es nicht geben – was aber leider in der Realität dennoch vorkommt:   der Ex-ZDF-Journalist Wolfgang Herles gab öffentlich zu, dass er in seiner Berichterstattung Anweisungen „von oben“ erhielt, um im Sinne der Regierung zu berichten. Bestimmte Sachen sollten verschwiegen, andere Dinge möglichst in ein gutes gerückt werden“, so der freiheitliche Landtagsabgeordnete Sigmar Stocker in einer Stellungnahme.

„Man wirft den Politikern zwar gerne vor, dass ihr Ansehen bei den Bürgern laut Umfragen im Keller ist, aber die Journalisten erleben wegen der immer häufiger werdenden tendenziösen Berichterstattung eine schnellere Talfahrt. Mit der Einsetzung eines Rundfunkrates bei der RAI-Südtirol – dem öffentlich rechtlichen Sender – möchten wir mehr Neutralität in der Berichterstattung gewährleisten. Garantie ist dies zwar keine, aber es wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Vorbilder sind deutsche Sender im Ausland und eine Anhörung diverser Sender (ORF, BR, SF) dazu hat es im Landtag auch schon gegeben. Die SVP hat dann trotzdem gegen die Einsetzung eines solchen Rundfunkrates gestimmt. Weshalb wohl? Wir stehen weiterhin zu einem Rundfunkbeirat und uns Freiheitlichen ist eine neutrale Berichterstattung in den Medien sehr wichtig, denn die öffentlich-rechtlichen Medien sind eine der tragenden Säulen der Demokratie – und werden nicht zuletzt mit dem Steuergeld aller Bürger finanziert. Gewinnen sollen immer die besseren Ideen und nicht die vorgeschobenen!“, so Stocker abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "„Ob Frau oder Mann vorne steht, ist uninteressant“"


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MickyMouse
MickyMouse
Universalgelehrter
10 Tage 7 h

Warten wir mal ab,zwecks “neutraler” Berichterstattung in Zukunft,wir werden beobachten!

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