Von: mk
Moskau – Der Angriffskrieg von Kreml-Despot Wladimir Putins auf die Ukraine dauert mittlerweile genau so lange wie die sowjetische Beteiligung am Zweiten Weltkrieg – ein peinliches Jubiläum für Russland, das man dort lieber unter den Teppich kehrt. Denn anders als Josef Stalin, der die Rote Armee bis nach Berlin führte, scheitert Putin bereits daran, selbst kleinere Gebiete in der Ostukraine zu erobern – ein Umstand, der in sozialen Medien für Spott sorgt.
Was hat Putin durch seine Aggression wirklich erreicht? Im letzten Jahr konnte nur etwa ein Prozent ukrainischen Territoriums erobert werden – trotz massiver Angriffe mit Drohnen, Raketen und Bomben, wie Focus online berichtet. Russland opfert dafür nicht nur das Leben seiner Soldaten hin, sondern braucht auch kontinuierlich die eigenen Reserven an Kriegsmaschinerie auf.
Mit dem NATO-Beitritt von Norwegen und Schweden hat sich auch die Flanke des westlichen Militärbündnisse zu Russland deutlich verlängert. Dabei verteidigte Putin seine Invasion in die Ukraine immer mit dem Argument, den Einfluss der NATO eindämmen zu wollen. Gleichzeitig könnte im Zuge der Friedensverhandlungen Artikel fünf der NATO auf die Ukraine ausgedehnt werden, um dem überfallenen Land verlässliche Sicherheitsgarantien zu bieten.
Wie die schweizerische “NZZ” schreibt, wird Russland zwar wieder gefürchtet und zwingt den Rest Europas dazu, Unsummen in die Wiederaufrüstung zu stecken. Doch als wirklicher Vorteil stellt sich das nicht heraus. Im Gegenteil: Russland verliert geopolitischen Einfluss in anderen Weltregionen und kann Verbündete nicht schützen, wie der Fall des Assad-Regimes in Syrien oder die jüngste Entführung des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro durch die USA zeigen.
„Was sich der Kreml als triumphalen Blitzkrieg vorgestellt hatte und was er verharmlosend als ‚militärische Spezialoperation‘ bezeichnet, hat sich in einen Alptraum verwandelt – für die Ukrainer ohnehin, aber auch für die Angreifer“, schreibt die NZZ.
Prestige und globale Gestaltungskraft hat sich Russland mit seiner Aggressivität verspielt. Stattdessen stehe Putins Reich heute schwächer da als noch vor vier Jahren, so das Fazit der NZZ.




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