Tag der Solidarität am 5. September

Renzler: Zu viele Steuern ersticken nicht nur die Wirtschaft

Montag, 04. September 2017 | 12:25 Uhr

Bozen – Der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der Arbeitnehmer in der SVP, Helmuth Renzler, nimmt den morgigen Gedenktag der Solidarität zum Anlass, um eine solidarische Steuerverteilung zu fordern. Wenn die Besteuerung von Vermögen und Kapital geringer ausfällt wie jene von Arbeitstätigkeit, dann sei die vielgepriesene Steuergerechtigkeit gescheitert. Die momentanen Auswüchse der „Steuer-Ungerechtigkeit“ würden voll zulasten der Mittelschicht gehen.

„Steuergerechtigkeit“ bedeutet in der Theorie, dass sich die Steuern an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Steuerzahlers orientieren. Leider aber wird dieser Grundsatz in der Praxis ungerecht umgesetzt. Von der großen Steuerlast sind in Italien vor allem die Lohnabhängigen, die öffentlich Bediensteten, die Rentner, die Pensionisten und die Familien betroffen. Dies wirkt sich zwangsläufig negativ auf ihren Lebensstandard und ihre Lebensqualität aus. Im Gegensatz zu ihnen, können gar einige Berufsgruppen aus der Wirtschaft dank verschiedenster Abschreibemöglichkeiten die Steuerbelastung leichter stemmen. Daraus ergibt sich unweigerlich eine unterschiedliche Behandlung gegenüber jenen, die solche steuerlichen Möglichkeiten nicht haben. Diese Tatsache sorgt für großen Unmut in der Südtiroler Bevölkerung und wird als ungerecht und unverantwortlich empfunden. Mittlere Einkommen und Geringverdiener sind anders einzustufen als Kapital und Vermögen“, erklärt der Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler.

Ein weiteres Problem stelle die Steuergerechtigkeit innerhalb einzelner Berufsgruppen dar. Bei hoher Leistungsfähigkeit und dementsprechenden finanziellen Einnahmen sollten andere Steuerbestimmungen und Befreiungen gelten, als wie für die Leistungsschwachen derselben Berufsgruppe.

„Ich bin mir sehr wohl im Klaren darüber, dass die Südtiroler Landesregierung nur geringe Spielräume im Bereich der Steuergesetzgebung hat. Jedoch sind bestehende Möglichkeiten voll auszuschöpfen. In diesem Sinne gilt es zuallererst die Steuerhinterziehung inklusive Schwarzarbeit stärker zu bekämpfen. An die Solidarität der Vermögenden zu appellieren, ist zwecklos. Die Mittelschicht muss ihre Situation endlich erkennen und die wahre Steuergerechtigkeit und Solidarität hart einfordern“, so Renzler.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "Renzler: Zu viele Steuern ersticken nicht nur die Wirtschaft"


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herbstscheich
herbstscheich
Superredner
20 Tage 1 h

damit hat schon ein Herr (verschwundener) Pardeller gepoltert– passiert ist gar- gar – nix…

Wohlzeit
Wohlzeit
Grünschnabel
20 Tage 2 h

aber Hallo, endlich aufgewacht?

schwarzes Schaf
schwarzes Schaf
Grünschnabel
20 Tage 51 Min

ja es wird mal zeit das die Steuergrenzen etwas angehoben werden denn es kann ja nicht sein das wenn einer gut Wirtschaftet ein drittel bis zur Hälfte an den Staat abgeben muss.

Pic
Pic
Grünschnabel
19 Tage 21 h

Herr Renzler, die Landesregierung hat aber große Spielräume bei der Verteilung der Gelder des Landeshaushaltes, der hauptsächlich aus den Steuergelder der quellbesteuerten Arbeitnehmer und Pensionisten besteht. Das Problem ist, dass die politischen Vertreter der Südt. Arbeitnehmer nicht fähig sind, deren Interessen zu vertreten. Wie man Interessen vertritt, können Sie Herr Renzler in erster Linie von den politischen Vertretern der Bauern und auch von den Vertretern der Wirtschaft lernen. 

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