Bozner Stadtrat Repetto auf Antrittsbesuch bei Landesrätin Stocker

Über 500 Asylwerber in Bozen – jetzt sind andere Bezirke dran

Mittwoch, 03. August 2016 | 15:47 Uhr
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Bozen – Die Sozialpolitik in der Landeshauptstadt stand heute im Mittelpunkt eines Treffens zwischen Landesrätin Stocker und Stadtrat Repetto.

Im Juni dieses Jahres wurde in Bozen die neue Stadtregierung eingesetzt. Sandro Repetto wurde die Zuständigkeit Bereiche Sozialpolitik, Kultur und Vermögen übertragen. Gemeinsam mit dem Abteilungsleiter für Sozialwesen in der Gemeinde Bozen, Matteo Faifer, stattete der neue Stadtrat Soziallandesrätin Martha Stocker seinen Antrittsbesuch ab. Am Gespräch nahm auch der Direktor der Landesabteilung Soziales, Luca Critelli, teil. Stadtrat Repetto stellte der Landesrätin die Schwerpunkte der Sozialpolitik der Landeshauptstadt vor. “Bozen hat als Ballungszentrum und angesichts seiner Bevölkerungsstruktur besondere Erfordernisse. Es gilt deshalb, mögliche Szenarien vorauszusehen und präventiv Lösungsvorschläge zu entwickeln”, unterstrich die Landesrätin beim Treffen.

Ein zentraler Punkt der Aussprache war die Organisation der Sozialdienste auf Gemeindeebene und in besonderer Weise der Betrieb für Sozialdienste Bozen, sowie die Finanzierung dieser Dienste. Eines der Ziele der Stadtregierung ist in diesem Zusammenhang die Einführung eines Koordinierungsrates für den Betrieb der Sozialdienste. Von Seiten des Landes wurde besonders die Rolle und Organisation der Sozialsprengel in der Landeshauptstadt angesprochen.

Auf Zustimmung der Landesrätin stieß das Vorhaben der Gemeinde, verstärkt in betreute Wohnformen für Senioren und andere pflegebedürftige Menschen und in der Ausstattung von Wohnungen mit neuen Technologien zu investieren. “Es gilt dabei vor allem, den Alltag der oft allein lebenden älteren Menschen in Bozen sicherer und einfacher zu gestalten. Dieses Ziel kann in organisatorischer und finanzieller Hinsicht allerdings nur in Zusammenarbeit mit dem Non-Profit-Bereich und den Freiwilligenorganisationen bewältigt werden”, so Landesrätin Stocker.

Derzeit ist ungefähr die Hälfte der rund 1100 in Südtirol aufgenommenen Asylbewerber in der Landeshauptstadt  untergebracht. Das Land hat sein Vorhaben bestätigt, die Aufnahme verstärkt auf alle Bezirke auszudehnen und die Landeshauptstadt dadurch zu entlasten. Auch die Anwesenheit von Obdach- und Wohnungslosen konzentriert sich stark auf Bozen. Stadtrat Repetto wünschte sich besonders im Hinblick auf die bevorstehende Winterzeit einen ständigen Austausch zwischen Landesverwaltung und Stadtregierung, um Notwendigkeiten schnell zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu finden.

Zu den Zielen von Stadtrat Repetto gehört auch der verstärkte Einsatz von Arbeitslosen über 50 Jahren und sozial Benachteiligten für gemeinnützige Arbeit. Ein entsprechendes Übereinkommen mit der Landesverwaltung existiert bereits seit geraumer Zeit. Allerdings ist die Umsetzung von den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln abhängig. Landesrätin Stocker sicherte zu, demnächst die Landesregierung mit der Aufstockung der Mittel zu befassen. Abschließend wurden noch die wichtigsten Investitionsvorhaben der nächsten Jahre im Gemeindegebiet besprochen.

 

Von: luk

Bezirk: Bozen

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