Ines Ivancok-Soltic führte die ÖHB-Truppe an

27:23-Sieg gegen Argentinien – ÖHB-Frauen in WM-Hauptrunde

Sonntag, 30. November 2025 | 20:08 Uhr

Von: apa

Österreichs Handball-Nationalteam der Frauen hat am Sonntag in Rotterdam auch sein zweites WM-Vorrundenspiel gewonnen. Die ÖHB-Equipe ließ dem 29:20-Sieg am Freitag gegen Ägypten in Gruppe E ein 27:23 (12:12) gegen Argentinien folgen, steht so fix in der Hauptrunde und nimmt dorthin auf jeden Fall zumindest zwei Punkte mit. Vor dieser zweiten Turnierphase geht es am Dienstag (20.30 Uhr) erneut in Rotterdam noch gegen die Truppe des favorisierten WM-Co-Gastgebers Niederlande.

“Die Freude ist sehr groß”, begann ÖHB-Teamchefin Monique Tijsterman ihre erste Analyse. “Wir haben das Spiel in der Abwehr gewonnen, wir waren wirklich aggressiv. Das war so wichtig für die ganze Mannschaft für die Stimmung.” Die mit acht Toren zur Spielerin des Spiels gewählte Kapitänin Ines Ivancok-Soltic ließ ihrer Freude im ORF-Interview freien Lauf: “Wir können es gar nicht so glauben. Ich bin super-stolz auf die Mannschaft, dass wir das so souverän gemeistert haben.”

Die ersatzgeschwächt zum Titelkampf angereisten Österreicherinnen überzeugten gegen die Argentinierinnen wie schon zwei Tage davor mit einer starken kämpferischen Leistung. Eine der Matchwinnerinnen war Lena Ivancok, die Torfrau glänzte mit zahlreichen Paraden und einer sehr guten Erfolgsquote von 32 Prozent abgewehrten Bällen. “Sie war unglaublich”, meinte Tijsterman. Schwester Ivancok-Soltic sowie Klara Schlegel sorgten im Angriff für die wichtigen Tore.

Überlegene zweite nach ausgeglichener ersten Hälfte

Tijsterman ließ dieselbe Sieben wie gegen Ägypten beginnen. Nach dem 3:3 drohte ihrem Aufgebot das Match aber früh zu entgleiten, mehr als sieben Minuten gelang kein Tor. Innerhalb von zehn Minuten drehte die ÖHB-Auswahl mit einem 5:0-Lauf den Score aber auf eine 8:7-Führung, mit 12:12 ging es in die Pause. Ivancok-Soltic hatte zehn Sekunden vor der Sirene per Siebenmeter den Ausgleich erzielt, das vermeintliche erneute Führungstor der Argentinierinnen gelang diesen für eine Anerkennung Sekunden-Bruchteile zu spät.

Mit einer starken Phase unmittelbar nach Wiederbeginn setzte sich die Tijsterman-Truppe auf 16:13 ab und ließ die Gegnerinnen letztlich nicht mehr herankommen. Obwohl die Südamerikanerinnen über mehr Routine verfügen, brachte die junge rot-weiß-rote Abordnung mit der weiter starken Ivancok im Rücken einen sicheren Vorsprung über die Distanz. In die Karten spielte dabei auch der Ausschluss von Argentiniens Topscorerin Elke Josselinne Karsten in der 47. Minute.

Im Head-to-Head mit den Argentinierinnen ging Rot-Weiß-Rot damit 3:2 in Front, zuletzt hatte es bei der WM 2021 (29:31) und im vergangenen März in einem Test jeweils in Spanien (25:26) die beiden Niederlagen gesetzt. Das Parallelspiel der Gruppe zwischen Ägypten und den Niederlanden war für 20:30 Uhr angesetzt.

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