Vom IS zurückgelassener „Monsterpanzer“ erinnert an Mel Gibsons berühmten Film – VIDEO

Höllenmaschine: Mad Max in Mossul

Dienstag, 29. November 2016 | 09:41 Uhr

Mosul – Nicht schlecht staunten die Soldaten einer Einheit der irakischen Milizen, als sie vor der irakischen Stadt Mossul einen Stützpunkt des Islamischen Staats einnahmen. Die IS-Kämpfer waren rechtzeitig geflohen und ließen im Stützpunkt unter anderem einen kunstvoll zusammengeschweißten „Monsterpanzer“ zurück. Beim gigantischen und furchterregenden Gefährt handelt es sich um ein großes Erdbewegungsfahrzeug, wie sie bei der Erzgewinnung im Tagebau zum Einsatz kommen. Um die große Maschine für den Kriegseinsatz umzurüsten, wurde die Fahrerkabine vollständig mit Stahlplatten verstärkt, aus denen kleine Schießluken ausgefräst wurden.

Damit das Vehikel gegen feindlichen Beschuss unverwundbarer wurde, wurden auch der Motor und die ganze Vorder- und Rückseite des improvisierten Panzers mit Stahlplatten gesichert. Um Pannen während eines Angriffs zu verhindern und den Panzer noch geländegängiger zu machen, wurden die originalen Gummireifen mit mit Noppen bewehrten Stahlrädern ausgetauscht, sodass das vor dem Umbau friedliche Erdbewegungsgerät endgültig zur Höllenmaschine mutierte.

Während aber auf der einen Seite der „Monsterpanzer“ vollkommen intakt ist, klaffen auf der gegenüberliegenden Seite mehrere Löcher in der Panzerung. Anscheinend hatte das für die geflohene IS-Einheit kostbare Gerät bei einem Artillerie- oder Luftangriff der Koalition einen Treffer erlitten, sodass die Gotteskrieger des Terrorregimes sich gezwungen sahen, das mühevoll gebaute Gerät zurückzulassen. Gemäß der Quelle wurde die gepanzerte Erdbewegungsmaschine so ausgerüstet, dass es eventuell auch als riesige Selbstmordautobombe, in Militärjargon besser unter dem Kürzel VBIED – vehicle-borne improvised explosive device – bekannt, hätte dienen können.

Neben dem beschädigten „Panzer“ fiel der irakischen Armee auch noch ein echter Panzer und weiteres nicht mehr brauchbares Kriegsmaterial in die Hände.

Im Netz stieß das furchterregende und bösartige Vehikel auf reges Interesse, wobei sich besonders die älteren Semester an den Kultfilm der achtziger Jahre „Mad Max“ mit Hauptdarsteller Mel Gibson, erinnert fühlten. Bereits vor mehr als 30 Jahren zogen die improvisierten, kunstvoll zusammengezimmerten Panzer die Kinobesucher in ihren Bann.

Von: ka