DIGITAL COMPANY – Chancen und Herausforderungen

Über 200 Teilnehmer beim dritten Digital Business Forum in Bozen

Donnerstag, 14. September 2017 | 17:19 Uhr

 

Bozen – Die voranschreitende Digitalisierung verändert Gesellschaft, Umwelt und Märkte – doch was bedeutet das für das eigene Unternehmen? Wer weiterhin erfolgreich bleiben will, muss sich auf diese Veränderungen einstellen. Wie das am besten funktioniert, erläuterten renommierte Experten am 14. September beim 3. Digital Business Forum in Bozen.

Über 200 Teilnehmer fanden sich bei der dritten Auflage des Digital Business Forum im Hotel Four Points by Sheraton in Bozen ein. Bei der IT-Konferenz, die vom Südtiroler IT-Unternehmen systems GmbH organisiert wird, treffen sich jährlich Unternehmer sowie Führungskräfte von Betrieben aus ganz Südtirol und Norditalien. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit den aktuellen Herausforderungen der digitalen Welt – sie dient als Informationsplattform, bei der nicht nur Zukunftstrends, sondern auch konkrete Lösungen und neue Technologien präsentiert werden.

„Die digitale Welt ist ständigen Veränderungen unterworfen. Wie die Trends der nächsten Jahre aussehen und wie Unternehmer diese konkret in ihrem täglichen Geschäft nutzen können, darüber möchten wir mit dem Digital Business Forum informieren. Deshalb holen wir jedes Jahr Top-Referenten nach Bozen, um die anwesenden Unternehmer von deren Know-how profitieren zu lassen“, erläutert Gustav Rechenmacher, Geschäftsführer der systems GmbH. Ein wichtiges Thema ist derzeit etwa die Digitalisierung von Geschäftsprozessen „Dieser Bereich ist sehr schnelllebig. Mit der Veranstaltung wollten wir unter anderem auf die Möglichkeiten, die neue Technologien bei der Verbesserung von Wertschöpfungsprozessen bieten, aufmerksam machen – dabei geht es um Abbau von Bürokratie und gleichzeitig Steigerung von Produktivität und Erträgen“, meint Rechenmacher.

Im Fokus stand auch das „Internet of Things“ (IoT): Marco Rossi, Digital Business Engineer der futurioX GmbH, erklärte in seinem Vortrag, wie das sogenannte „Internet of Everything“ inzwischen in der Lage ist, theoretisch alles miteinander zu verbinden: Maschinen, Sensoren, IT-Systeme, Menschen und Daten. Diese Form der Vernetzung geht mit massiven Veränderungen für bestehende Produkte und Services einher, gerade in den Bereichen Produktion, Verwaltung oder Gebäudeautomation.

Top-Referenten in Bozen

Zu den diesjährigen Top-Referenten, die Einblicke in aktuelle Entwicklungen gaben, zählten u.a. auch Harald Leitenmüller (CTO von Microsoft Austria), Markus Walcher (Barracuda Networks) und Dominik Matt (Universitätsprofessor in Bozen und Leiter von Fraunhofer Italia). So skizzierte Harald Leitenmüller die Digitalisierung der Arbeitswelt und damit, wie das moderne Büro der Zukunft aussieht: Orts- und zeitunabhängiges Arbeiten gehöre demnach zum Standard, das „mobile Büro“ löse immer mehr das „klassische“ ab. Er legte die Chancen der optimierten Arbeitsweise mit cloudbasierten Diensten dar. Markus Walcher demonstrierte wiederum IT-Security-Szenarien für Industrie 4.0 und die Risiken der globalen Vernetzung – er ging der Frage nach, ob Sicherheitsprobleme die digitale Transformation stoppen werden, bevor diese erst richtig loslegen könne.

Andreas Nischler, Kaufmännischer Leiter der HTB Baugesellschaft m.b.H., lieferte anschließend ein Beispiel aus der Praxis und betonte, dass jedes Unternehmen eine digitale Strategie brauche, um langfristig erfolgreich sein zu können. Die richtige Herangehensweise sei die Herausforderung, um den digitalen Wandel als Unternehmen auch nutzen zu können. Zum Abschluss der Vortragsreihe zeigte Dominik Matt, der sich seit vielen Jahren in Forschung und Praxis mit dem Thema Industrie 4.0 beschäftigt, warum die Digitalisierung und Vernetzung der gesamten Wertschöpfungskette nicht nur für große Unternehmen, sondern gerade auch für KMU große Chancen bieten.

„Aufgrund des großen Zuspruchs wird die Veranstaltung im kommenden Jahr definitiv in die vierte Auflage gehen“, so Gustav Rechenmacher, „mit dem Digital Business Forum bewegen wir uns am Puls der Zeit und geben den Teilnehmern wichtige Informationen und Impulse mit auf den Weg in die digitale Zukunft.“

Von: luk

Bezirk: Bozen

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