Von: luk
Bozen/Trient – Wer 2025 in Südtirol einen Wohnbaukredit aufnimmt, leiht sich im Schnitt deutlich mehr Geld als im benachbarten Trentino. Der Unterschied beträgt fast 50.000 Euro. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Observatoriums der Online-Plattform mutuionline.it hervor, die den Kreditmarkt in Trentino-Südtirol untersucht hat.
Demnach lag die durchschnittliche Laufzeit eines Hypothekarkredits in der Region im vergangenen Jahr bei 24 Jahren – rund zwei Monate mehr als im Jahr 2024. In der Provinz Bozen beantragten die Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer ihren Wohnbaukredit dabei in einem etwas jüngeren Alter als im Trentino: durchschnittlich mit 38 Jahren und elf Monaten, gegenüber 39,5 Jahren in der Provinz Trient. Gleichzeitig fielen die beantragten Kreditbeträge in Südtirol deutlich höher aus.
Auf regionaler Ebene ist der durchschnittlich beantragte Kreditbetrag innerhalb eines Jahres leicht gestiegen – von 183.700 auf rund 184.700 Euro. Gleichzeitig ist der durchschnittliche Wert der finanzierten Immobilien gesunken, von 322.400 auf 312.600 Euro.
Auffällig ist die klare Präferenz für Sicherheit: Über 94 Prozent der Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer entschieden sich 2025 für einen Fixzinssatz. Laut Analyse ist der durchschnittliche effektive Jahreszins (TAN) für Fixzinskredite in Trentino-Südtirol um 50 Basispunkte gestiegen, während variable Zinssätze im selben Zeitraum um mehr als einen Prozentpunkt gesunken sind.
Mehr als die Hälfte der Kredite (55,9 Prozent) wurde für den Kauf der ersten Wohnung aufgenommen. 7,6 Prozent der Antragsteller nutzten den Kredit für den Erwerb einer Zweitimmobilie.
Im Detail zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den beiden Provinzen: In Südtirol belief sich der durchschnittlich finanzierte Betrag auf knapp 214.200 Euro, bei einem durchschnittlichen Immobilienwert von über 372.200 Euro. In der Provinz Trient hingegen lag der durchschnittliche Immobilienwert bei rund 277.300 Euro, während die aufgenommenen Kredite im Schnitt 167.264 Euro betrugen.
Die Zahlen unterstreichen einmal mehr das im landesweiten Vergleich hohe Preisniveau am Südtiroler Immobilienmarkt und die entsprechend höheren finanziellen Belastungen für Käuferinnen und Käufer.




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